Mehr Raum für Kinder

Warum Warngau den Kindergarten am Kapellenfeld erweitert

Kinder und Betreuer der Kita „Am Kapellenfeld“ müssen ab nächstem Jahr nicht mehr so dicht zusammenrücken. Ein 200 Quadratmeter großer Anbau soll die Situation entzerren.
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Kinder und Betreuer der Kita „Am Kapellenfeld“ müssen ab nächstem Jahr nicht mehr so dicht zusammenrücken. Ein 200 Quadratmeter großer Anbau soll die Situation entzerren.

Warngau – Mehr Raum sollen die Kleinen im Kindergarten am Kapellenfeld in Warngau erhalten. Auch über zusätzliche Plätze wird nachgedacht.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hat das Gremium einstimmig beschlossen, die Kindertagesstätte an der Straße Am Kapellenfeld zu erweitern. Die neuen Pläne sorgen für mehr Platz für die 25 Kinder, die dort betreut werden können, und beinhalten einen Gruppen- und einen Bewegungsraum. Im Idealfall soll der Anbau bereits im Sommer nächsten Jahres fertig sein.

Wie Cindy Scharein, Mitarbeiterin des Bauamts, ausführte, wurde bereits beim Bau der bestehenden Anlage so geplant, dass das Gebäude erweitert werden kann. Der Anbau mit einer Gesamtgröße von zirka 200 Quadratmetern lässt sich deshalb auch architektonisch harmonisch an das bestehende Gebäude und in die Hanglage einfügen. Vize-Bürgermeister Jakob Weiland bezeichnete den Gesamtentwurf dann auch als schönen Blickfang.

Weil alle Versorgungsleitungen bereits vorbereitet sind, soll zudem das sogenannte Anflanschen des neuen Moduls – also das Verbinden dieses mit dem bestehenden Gebäude – relativ problemlos funktionieren. Vorgestellt wurde in der Sitzung lediglich die sogenannte Entwurfsplanung. In die anschließende Ausführungsplanung und beim endgültigen Ausgestalten der Räume werden noch die Erfahrungen und Wünsche der Kita-Leitung mit aufgenommen, hieß es.

Die Kosten der Baumaßnahme bezifferte Kämmerer Anton Kaunzner mit zirka 1,24 Millionen Euro. Die Förderfähigkeit des Projekts schätzte er zwischen 40 und 60 Prozent ein. Diese hänge von der Finanzkraft der Gemeinde ab, wie Kaunzner auf Nachfrage von Ratsmitglied Reinhard Bücher (Grüne) erklärte. Da in dem Fall nicht zusätzliche Plätze für die Kinderbetreuung neu geschaffen werden, sondern lediglich eine räumliche Entzerrung hergestellt wird, gibt es auch keine höhere Fördersumme.

Dass es unbedingt Sinn habe, die Kita zu erweitern, und dies für Kinder und Personal dringend geboten sei, stand für CSU-Bürgermeisterkandidat Leonhard Obermüller außer Frage. Er stellte aber heraus, dass mit dem Anbau kein einziger Betreuungsplatz mehr entstehe und dies nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Dem stimmte Bürgermeister Klaus Thurnhuber zu. Deswegen habe er bereits die Idee einer Großtagespflegestelle mit flexibleren Öffnungszeiten im Hinterkopf. „Wir müssen das aber sukzessive weiterentwickeln“, sagte er. „Alles auf einmal geht nicht.“ hac

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