Es summt am Wegesrand

Öko-Modellregion: Beschilderung der kommunalen Blühflächen in vollem Gange

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Warngaus stellvertretender Bürgermeister Jakob Weiland zeigt Öko-Modellregionsmanagerin Stephanie Stiller einen neuen Blühstreifen in Wall, der von den Insekten gut angenommen wird.

Warngau – „Warngau war die Pilotgemeinde in Sachen Schaffung vielfältiger Blühflächen im Landkreis Miesbach“, lobt Öko-Modellregionsmanagerin Stephanie Stiller. Die Gemeinde hat bereits 2017 und 2018 kommunale Flächen in Blühflächen umgewandelt und als Ausgleichsflächen verbuchen können. Doch in Warngau wird die Artenvielfalt groß geschrieben und so wurden im Juni diesen Jahres einige Blühstreifen entlang von Wegen und Straßen ausgesät.

Neben dem neuen Radweg, der von Wall in Richtung Bernloh führt, blüht und summt es derzeit viel. Die Bienen tummeln sich geradezu in den dicken lilafarbenen Blüten. Darauf aufmerksam macht seit dieser Woche ein Schild der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland. Jakob Weiland, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Warngau, freut sich über die Beschilderung und befürwortet die Initiative der Gemeinden.

„Warngau ist nun bereits die achte Gemeinde im Landkreis, die unsere Blühflächen-Schilder bestellt hat“, sagt Stiller. „Das Layout wurde zusammen mit der Marktgemeinde Holzkirchen entwickelt und den anderen Landkreis-Gemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt.“ Neben Holzkirchen gibt‘s die Schilder auch in Bad Wiessee, Fischbachau, Kreuth, Miesbach, Otterfing und Rottach-Egern.

Dennoch ist dies erst der Anfang. Die Öko-Modellregion plant zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Landkreis Miesbach, der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes und dem Landwirtschaftsamt Holzkirchen im Winter 2020 eine Fortbildung für die kommunalen Bauhöfe. „Dort können die Mitarbeiter der Bauhöfe, die sich um die Grünanlagen kümmern, vieles zum Thema Blühflächen erfahren, wie zum Beispiel, was eine geeignete Fläche ist, wie diese ausgemagert wird, welches Saatgut man am besten verwendet und wie die Fläche gepflegt werden muss“, erklärt Stiller. Denn einmal angesät kann eine Blühfläche nicht sich selbst überlassen werden, „sie muss auch mal gemäht werden, aber eben mit einer anderen Technik und zu speziellen Zeiten. So wird es auch einmal vorkommen, dass eines der Blühflächen-Schilder an einer frisch gemähten Wiese steht“. gb

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