Behutsam und maßvoll

Bürgermeister will Wohnraum für Einheimische in Warngau

Wohnungsbau
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Blick auf die Baustelle eines Mehrfamilienhauses.
  • VonSelina Benda
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Warngau – Der Planungsverband will den Regionalplan für die Region 17 fortschreiben. Die Gemeinde Warngau hat nun schon mal eine Stellungnahme abgegeben.

Der erste Regionalplan der Region 17 trat 1988 in Kraft und wird seitdem regelmäßig fortgeschrieben. In der jüngsten Aktualisierung im Jahr 2020 wurden die Grundlagen der regionalen Entwicklung und zentralen Orte festgelegt. In der laufenden informellen Vorabstimmung der Teilfortschreibung zur Siedlungsentwicklung hat die Gemeinde Warngau nun Stellung genommen.

Eine nachhaltige Raumentwicklung, um die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche dauerhaft ausgewogen zu erhalten und damit einen gesunden Lebens- und Arbeitsraum zu schaffen – das ist das Konzept des Regionalplans der Regierung von Oberbayern. Mit den Rahmenbedingungen, die auch den Landkreis Miesbach betreffen, beschäftigt sich der Planungsverband Oberland der Region 17. Dazu gehören ebenfalls die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau – also 94 Kommunen.

Wunsch nach mehr ÖPNV

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber verlas kürzlich in der Sitzung des Gemeinderats eine Erklärung, in welcher die Kommune die Vorabstimmung begrüßt. „Die Überlegungen des Planungsverbands, die überproportionale Siedlungsentwicklung auf die Hauptorte zu lenken, ist der richtige Weg, um eine geordnete Ortsstruktur mit der notwendigen Infrastruktur so auch langfristig den Bürgern anbieten zu können“, heißt es in dem Schreiben.

Damit sei auch der Wunsch nach mehr öffentlichen Verkehrsmitteln in den gewachsenen Siedlungsgebieten leichter umsetzbar. „Eine überproportionale Entwicklung in der Gemeinde Warngau entstehen zu lassen, um somit den Siedlungsdruck auf Oberbayern und den Bergregionen entsprechend zu entlasten, halten wir nicht für zielführend“, macht die Kommune klar.

Ortsteile behutsam entwickeln

Ziel sei, die organische Entwicklung der Ortsteile behutsam und maßvoll zu steuern, um für die einheimische Bevölkerung ein Zuhause zu erhalten und bestmöglich neu zu schaffen. Fest steht auch: „Jegliche bauliche Entwicklung steuert allein die Gemeinde Warngau als Träger der Planungshoheit.“

Bürgermeister Klaus Thurnhuber machte deutlich, wie wichtig ihm dieser Absatz in der Stellungnahme ist: „Ich will nicht haben, dass uns der Planungsverband sagt, wo wir uns baulich entwickeln sollen.“ Ihm sei vor allem wichtig, Wohnraum für Einheimische zu schaffen und nicht für alle anderen. Engelfried Beilhack (CSU) pflichtete dem bei: „Wir können nicht das Tegernseer Tal und ganz Oberbayern entlasten.“ Das Gremium sprach sich einstimmig für die Stellungnahme aus. sb

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