Retter werden zugeparkt

Warngauer Feuerwehr leidet unter Raumnot und unvernünftigen Autobesitzern

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Das rund 40 Jahre alte Feuerwehrhaus entspricht längst nicht mehr den Anforderungen. Mittels eines Raumprogramms wird jetzt der notwendige Bedarf ermittelt und danach ein Neu- oder Umbau geplant. Außerdem möchte die Gemeinde zukünftig rigoros gegen Falschparker vorgehen.

Warngau – Von teilweise unhaltbaren Zuständen für die Einsatzbereitschaft der örtlichen Feuerwehr war bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Warngau zu hören. Doch damit nicht genug: Zu den beengten Platzverhältnissen im Feuerwehrhaus kommt hinzu, dass dreiste Autobesitzer sogar noch des Öfteren die Ausfahrt zuparken. Einstimmig hat daher der Warngauer Gemeinderat beschlossen, für Abhilfe zu sorgen.

Eigentlich war den Gemeinderäten ja schon lange klar, dass das fast 40 Jahre alte Feuerwehrhaus bei Weitem nicht mehr den Erfordernissen einer modernen Feuerwehr entspricht. Auf die Tagesordnung kam das Thema aber erst jetzt. „Damals stand ein Opel Blitz im Gerätehaus und daneben hatte sogar noch die Gulaschkanone Platz. Heute muss erst ein Fahrzeug herausgefahren werden, damit sich unsere Feuerwehrleute vernünftig umziehen und auf den Einsatz vorbereiten können. Das ist kein Zustand mehr“, stellte Bürgermeister Klaus Thurnhuber auch nach einem Ortstermin vor der Sitzung fest. Um genau zu klären, was denn in Zukunft notwendig werde, soll ein Raumprogramm her. Das wird gemeinsam von der Regierung von Oberbayern, Kreisbrandrat Anton Riblinger, der Gemeinde und den Verantwortlichen der Feuerwehr erstellt. Danach soll entschieden werden, ob es mit einem Um- oder Ausbau des bestehenden Gebäudes getan ist oder neu gebaut werden muss.

Reinhard Bücher (Grüne) verlangte, dass bei der Thematik Tempo reinkommt: „Das kann so nicht weitergehen. Die Unfallverhütungsvorschriften werden auch nicht mehr eingehalten. Muss erst etwas passieren?“ Wie Max Bauer (FWG) sagte, müssen aber bei allem Verständnis für den dringend notwendigen Handlungsbedarf auch die verfügbaren Haushaltsmittel der Gemeinde im Auge behalten werden. Ähnlich bewertet Leonhard Obermüller (CSU) die Situation: „Neubau ist eine Option, Ertüchtigung eine andere.“ So oder so sollen, wie Bürgermeister Thurnhuber versicherte, alle Möglichkeiten einer Bezuschussung geprüft und ausgeschöpft werden.

Nebenbei kam noch ein ganz anderes Problem zur Sprache. Nämlich, dass unvernünftige Autofahrer ohne jegliche Rücksicht die Tore des Feuerwehrhauses zuparken. „Das erschüttert mich und ich kann das beim besten Willen nicht nachvollziehen“, sagte Adolf Schwarzer (CSU) erzürnt und verlangte, dagegen rigoros vorzugehen. Mehr Schilder aufstellen helfe nicht, sagte Josef Gschwendtner (FWG), weil diese eventuell dann auch die Feuerwehr selbst beim Ausrücken behindern. „Außerdem werden die auch so schon regelmäßig umgefahren“, stellte Kämmerer Anton Kaunzner ernüchternd fest. „Da müssen ein paar Falschparker sauber zur Kasse gebeten werden. Das spricht sich dann schon rum“, schlug Schwarzer vor. Das geht aber nur, wie Thurnhuber erklärte, wenn die Mitgliedschaft der Gemeinde beim Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland auf Parkraumüberwachung ausgedehnt wird. Auf Antrag von Anton Bader (FWG) wird dies auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gesetzt. hac

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