Pflastersteine bleiben

Warum die Umgestaltung der Dr.-Franz-Langecker-Straße in Hausham noch warten muss

Kopfsteinpflaster an der Dr.-Franz-Langecker-Straße in Hausham
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Die Passagen mit Kopfsteinpflaster an der Dr.-Franz-Langecker-Straße in Hausham sind für Menschen mit Gehbehinderung und für Rollstuhlfahrer ein Hindernis und sollen beseitigt werden. Der Termin dafür ist offen.

Hausham – Die Abschnitte mit Kopfsteinpflaster auf der Dr.-Franz-Langecker-Straße in Hausham sind Hindernisse für Senioren und Gehbehinderte. Eine Änderung ist aber nicht in Sicht.

Im Juni hatte die SPD-Fraktion einen Antrag in den Haushamer Gemeinderat eingebracht, wonach die Dr.- Franz-Langecker-Straße umgestaltet werden soll. Grund war, dass das Kopfsteinpflaster für Menschen mit Gehbehinderung und für Rollstuhlfahrer ein Hindernis darstellt. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig entschieden, dass die Maßnahme in Zusammenhang mit dem Ortsentwicklungsplan und dem Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) umgesetzt werden soll. Das wiederum wird momentan noch von Corona ausgebremst.

Grund des SPD-Antrags war, wie Fraktionssprecher Thomas Danzer im Juni schilderte, dass ihm des Öfteren Klagen von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Gehbehinderung zu Ohren kamen, für die die verbauten Kopfsteinpflasterpassagen ein Hindernis darstellen. Entsprechend diesem Antrag prüfte die Verwaltung ob die zirka 1 bis 1,5 Meter breiten Kopfsteinpflasterbereiche gegen Asphalt oder flache Platten ausgetauscht werden können. Zwei Angebote dazu lehnte der Gemeinderat dann im nichtöffentlichen Teil der Juli-Sitzung ab, stellte aber fest, dass die Sanierung nicht endgültig verworfen wird. Einigkeit herrschte auch darüber, dass die Maßnahme im Zusammenhang mit der Erstellung eines gesamten Verkehrsgutachtens im Rahmen von ISEK mit einem Fachbüro berücksichtigt werden soll. Dieser Sachverhalt wurde nun auf Wunsch der SPD-Fraktion auch öffentlich vorgetragen.

Zum Beschlussvorschlag sagte Bürgermeister Jens Zangenfeind, dass es nach wie vor Ziel ist, die Dr.-Franz-Langecker-Straße zu optimieren. Eine wesentliche Rolle soll dabei die Nutzung durch Menschen mit Gehbehinderungen spielen. Auf einen Termin mochte sich der Rathauschef nicht festlegen: „Bürgerbeteiligung spielt beim ISEK eine wesentliche Rolle, das ist aber wegen Corona momentan schwierig.“ Allerdings wollte Danzer, dass die Mittel dafür im nächsten Haushalt eingestellt werden: „Dann wäre es zumindest auf dem Schirm, selbst wenn wir es auf 2022 schieben müssen.“ Zwar habe dies, wie Kämmerer Martin Reisberger sagte, keine Bindungswirkung, wurde aber so in dem einstimmig gefassten Beschluss vermerkt. hac

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