Jahresbericht 2019

Was mit dem Müll bei der Vivo in Warngau passiert

Windelsack der Vivo Warngau im Landkreis Miesbach
+
Das Vivo-Kommunalunternehmen entsorgt im Landkreis Miesbach den Abfall – auch Windeln.

Warngau – 2019 war ein gutes Jahr für das Vivo-Kommunalunternehmen in Warngau. Erneut ist wieder viel Abfall im Landkreis Miesbach verwertet worden.

Im Jahr 2019 hat das Vivo-Kommunalunternehmen 65.730 Tonnen Abfälle entsorgt – und damit etwa 1.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht des Abfallwirtschaftsunternehmens hervor, der jüngst veröffentlicht worden ist. Die Verwertungsquote liegt mit 73,53 Prozent weiterhin auf hohem Niveau. Im Landesdurchschnitt fällt sie um zirka 7 Prozent niedriger aus.

Die Abfälle, die beseitigt wurden, stiegen um 630 Tonnen auf rund 20.410 Tonnen an, erläutert Vivo-Vorstand Thomas Frey. Bei den Abfällen zur Verwertung war ebenfalls eine Zunahme zu verzeichnen – und zwar um zirka 520 Tonnen auf 45.420 Tonnen. Nach den vorläufigen Werten schließe das Wirtschaftsjahr 2019 mit einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von etwa 678.000 Euro ab, falle generell aber um rund 3,3 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr.

„Werden alle Sondereinflüsse, neben den Ergebnissen der Gebührennachkalkulation auch die Veränderungen von Deponierückstellungen, ausgeklammert, liegt das aktuelle Betriebsergebnis zirka 879.000 Euro unter dem des Jahres 2018“, berichtet Thomas Frey. Hauptgründe für den Rückgang seien unter anderem gesunkene Wertstofferlöse bei gleichzeitig gestiegenen Entsorgungskosten aufgrund höherer Sammelmengen sowie höhere Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen.

Das mit Abstand umfangreichste Projekt der vergangenen Jahre sei die Schlussabdeckung einer ungefähr 9 Hektar großen Teilfläche der ehemaligen Hausmülldeponie am Brenten in Hausham. Die Arbeiten dazu laufen seit Mai 2019 und werden noch bis Ende 2020 andauern. Die Endkosten dafür liegen voraussichtlich bei rund 9 Millionen Euro. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden wird derzeit die bautechnische Vorgehensweise untersucht, um die Oberflächenabdeckung der beiden weiteren Teilflächen zu optimieren. Auch die Frage nach den Kosten soll dabei geklärt werden. Die beiden Flächen sind bereits in den 1980er und 1990er Jahren stillgelegt worden. „Ziel ist es in erster Linie, die Sickerwassermengen zu reduzieren, und damit zur Stabilisierung der gesamten Altdeponie beizutragen“, erklärt Thomas Frey. „Mit der Maßnahme soll möglichst im kommenden Jahr begonnen werden.“

Zudem hat die Vivo mit Hauptsitz in Warngau eine Umwelterklärung für das Jahr 2019 abgegeben. Diese verschafft einen Eindruck über die Umweltrelevanz des Kommunalunternehmens, dessen unmittelbares Ziel es ist, Umweltbelastungen zu verringern. Berücksichtigt man alle rechtlichen Anforderungen und Vorgaben werden Innovationen im Umweltschutz forciert und gefördert. So wird unter anderem das bereits 1996 eingeführte Umweltmanagementsystem jährlich fortgeschrieben. Ein Umweltgutachter hat geprüft, ob alle geltenden Umweltvorschriften eingehalten werden und ein positives Fazit gezogen. ksl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee

Kommentare