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Wasser und Straßen: In Otterfing stehen mehrere Tiefbauarbeiten an

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Von: Sandra Hefft

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Otterfing Baustelle Bagger
Das für die Erneuerung der Wettlkamer Staße zum Einsatz kommende Fräsreycling-Verfahren verkürzt die Bauzeit und soll zudem helfen, Geld zu sparen. © Helmut Hacker

Otterfing – Wie Bauamtsleiter Hubert Zellner jüngst im Gemeinderat Otterfing informierte, stehen heuer noch einige Tiefbauarbeiten an.

Vorrangig geht es bei den Arbeiten um die zukunftsorientierte Sicherung der Wasserversorgung und die Erneuerung der Wettlkamer Straße. Die im Oktober 2021 mittels Trockenbohrverfahren aufgenommene Bohrung für den dritten Otterfinger Trinkwasserbrunnen im Wald südlich von Palnkam wurde heuer im Frühjahr fertiggestellt. Mit dem Bau des notwendigen Brunnenhauses soll nun Anfang Oktober begonnen werden. Bis Ende des Jahres soll das Gebäude stehen. Die Verwaltung rechnet mit reinen Baukosten von gut 440.000 Euro.

Damit der neue Brunnen auch ans Wassernetz gehen kann, müssen außerdem eine Wasserleitung zwischen Brunnen I und III sowie eine Stromleitung verlegt werden. Kosten hierfür zusammen rund 412.000 Euro. Mit deren Fertigstellung rechnet Zellner im November.

Im vollen Gang und kurz vor Abschluss sind Ausbau und Erneuerung der Trinkwasserleitungen in Holzham Süd und Nord. Die voraussichtlichen Kosten für beide Abschnitte bezifferte Zellner mit weiteren etwa 440.000 Euro. Anfang Oktober sollen dann die Wasserleitungen im Bergviertel im Bereich Am Haid angegangen werden, Mitte Oktober geht es dann am Wendelsteinring und Umgebung los. Der Abschluss der Arbeiten hängt von der Witterung ab und ist noch nicht absehbar. Für den Ortsteil Bergviertel veranschlagt die Gemeinde an reinen Baukosten zirka 448.000 Euro.

Otterfing investiert 3,4 Millionen Euro in die Sicherung der Wasserversorgung

Wie Bürgermeister Michael Falkenhahn bereits bei der Bürgerversammlung herausstellte, investierte Otterfing in den vergangen beiden Jahren damit insgesamt rund 3,4 Millionen Euro in die Sicherung der Wasserversorgung.

Günstiger will die Gemeinde bei der Sanierung und dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Bergham nach Wettlkam davonkommen. Erstmals kommt dabei im Gemeindegebiet das Fräsrecycling-Verfahren zum Einsatz. Das war zwar im Gemeinderat nicht ganz unumstritten, fand aber letztlich die Mehrheit. Aktuell liegt die Kostenschätzung für die knapp 1,7 Kilometer lange und dann mit Banketten 5,50 Meter breite Straße inklusive Planungskosten bei etwa 1,1 Millionen Euro. Damit sollen gegenüber herkömmlichen Verfahren rund 400.000 Euro eingespart werden. Auch hier haben die Arbeiten bereits begonnen.

Die dazu notwendige Vollsperrung wird aber so gehandhabt, dass die notwendige landwirtschaftliche Nutzung weiterhin möglich ist. Vertraglich festgelegt ist die Fertigstellung der Straße bis spätestens Ende Oktober. Zum Ende seines Vortrags bat Zellner die Bürger um Verständnis für die mit den Tiefbaumaßnahmen einhergehenden Behinderungen und Einschränkungen. hac

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