Im Zeitraum 2021 bis 2024

Wasser wird teurer: Gemeinderat Hausham stimmt neuer Gebührenordnung zu

Trinkwasserbrunnen in Haidmühl
+
Die Gemeinde Hausham möchte prüfen lassen, ob für den Trinkwasserschutz die beiden Brunnen in Haidmühl großflächiger eingezäunt werden können.

Hausham – Trinkwasser wird für Haushamer teurer. Dem Gemeinderat blieb bei der neuen Gebührenordnung für 2021 bis 2024 keine andere Wahl.

In der Oktober-Sitzung hatte der Hauptverwaltungsausschusses ausführlich die Wassergebühren für den Zeitraum 2021 bis 2024 besprochen. Bei der Kalkulation handelt es sich um eine nach dem Kommunalabgabengesetz alle vier Jahre aufzustellende Berechnung. Dabei ergab sich für den vergangen Zeitraum eine Unterdeckung von rund 625.000 Euro. Der Ausschuss hatte daher vorgeschlagen, den Wasserpreis von brutto 1,29 Euro auf 2,02 Euro zu erhöhen. Dies hat der Gemeinderat dann auch bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Wie Bürgermeister Jens Zangenfeind aufzählte, schlug im abgelaufenen Abrechnungszeitraum allein die Sanierung der Pumpenanlage Haidmühl mit 390.000 Euro zu Buche. Hinzu kommt die 2019 begonnene Sanierung der Wasserleitung am Tratberg, die mit etwa 438.000 Euro kalkuliert ist. In den Folgejahren werden für den Wasserleitungsbau, der mit der Verlegung des Bahnübergangs notwendig wird, auf die Gemeinde außerdem geschätzt 840.000 Euro zukommen.

„Irgendwann gehen die in die Jahre gekommenen Leitungen kaputt, daher ist jede Investition in eine gute Frischwasserversorgung wichtig und richtig“, stellte der Rathauschef fest. Es ist auch so, wie Zangenfeind auf Nachfrage von Willi Halletz (Grüne) bestätigte, dass die Wasserpreise im nächsten Kalkulationszeitraum wieder fallen können. Ein Geschäft will und darf die Gemeinde, wie Kämmerer Martin Reisberger erklärte, damit ohnehin nicht machen. Aber die Gesamtrechnung muss kostendeckend sein.

„Die Trinkwasserversorgung ist eine der wichtigsten Aufgaben der Gemeinde und die Kostenaufstellung absolut transparent. Ich bin froh, dass wir das nicht outgesourct haben“, sagte Thomas Danzer (SPD). Ihm missfällt allerdings, dass die Wiese rund um die eingezäunten beiden Brunnen in Haidmühl verstärkt als Freizeitgelände und Hundewiese genutzt wird. Dem stimmte Zangenfeind zu. Wie er weiter sagte, möchte er bei allem Verständnis für Hundebesitzer daher prüfen lassen, ob eine erweiterte Einzäunung möglich ist. hac

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich
Tegernseer Stadtrat diskutiert über Tempo 30 und Maßnahmen für Radfahrer
Tegernseer Stadtrat diskutiert über Tempo 30 und Maßnahmen für Radfahrer
Wie weit sind 15 Kilometer? ATS-Tool zeigt Corona-Bewegungsradius
Wie weit sind 15 Kilometer? ATS-Tool zeigt Corona-Bewegungsradius
Gunnar Matysiak stellt „Bilder von hier“ im Waitzinger Keller aus / Heute Vernissage
Gunnar Matysiak stellt „Bilder von hier“ im Waitzinger Keller aus / Heute Vernissage

Kommentare