WBV: Deutlich mehr Umsatz bei Stamm-Auktion / „Heimisches Premiumprodukt“

„Hölzerne Sahnestückchen“

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WBV-Geschäftsführer Gerhard Penninger mit den „Zwillingen“, Eichenstämmen aus Valley (r.) und Bruckmühl für jeweils 650 Euro pro Kubikmeter.

Landkreis – Die Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen hat mit Unterstützung des AELF Holzkirchen bereits zum 19. Mal die Oberland-Wertholzsubmission (OLWS) veranstaltet. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Versteigerung besonders wertvoller Einzelstämme. 

Die WBV Holzkirchen stellte mit 282 Kubikmetern wieder den größten Teil des Submissionsangebots, knapp 40 mehr als noch im vergangenen Jahr. Insgesamt stieg das Angebot mit 684 Kubikmetern nochmals um 60 Prozent. Gewachsen ist auch die Zahl der Teilnehmer: Mit den staatlichen Forstbetrieben Landsberg und Schliersee kamen gegenüber dem Vorjahr auch zwei weitere Anbieter hinzu. Insgesamt lieferten vier forstliche Zusammenschlüsse aus Oberbayern und Tirol, der Kommunalwald der Stadt München sowie die staatlichen Forstbetriebe Bad Tölz, Schliersee, München und Landsberg wertvolles Laub- und Nadelholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft nach St. Heinrich am Starnberger See. „Diese Menge kann auf dem Lagerplatz gerade noch so untergebracht werden“, sagte WBV-Geschäftsführer Gerhard Penninger. 

„Die Braut“, also der Stamm mit dem höchsten Gebot pro Kubikmeter, kam diesmal wieder aus dem Gebiet der WBV Holzkirchen, genauer aus der Jachenau. Der geriegelte Ahorn erzielte 3680 Euro je Kubikmeter, im vergangenen Jahr lag der Preis noch rund 300 Euro niedriger. Das zweitteuerste Exemplar ist eine Eiche eines Münchner Mitglieds mit insgesamt 3100 Euro. Deutliche Gewinner waren heuer Ulme und Eiche. Bei der Ulme ist der Durchschnittspreis um 150 auf 389 Euro je Kubikmeter gestiegen. Auch die besonders stark vertretene Eiche übertraf mit 391 Euro je Kubikmeter ihr Vorjahresergebnis deutlich. 

Unterm Strich stand für die WBV durch die Oberland-Wertholzsubmission ein deutlich gestiegener Umsatz von knapp 200.000 Euro zu Buche, im vergangenen Jahr waren dies noch 117.000 Euro. „Mit der Lieferung wertvoller Einzelstämme haben die Waldbesitzer ein klares Bekenntnis zur Oberland-Wertholzsubmission abgegeben“, sagte Michael Lechner, Erster Vorsitzende der WBV Holzkirchen. Der neue Leiter des Bereichs Forsten am AELF Holzkirchen, Christian Webert, zeigte sich sehr zufrieden: „Das beeindruckende Wertholzangebot zeigt, dass die traditionelle, nachhaltige Waldbewirtschaftung durch unsere Waldbesitzer und Förster nicht nur die gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald erfüllt, sondern auch ein heimisches Premiumprodukt hervorbringt. Sozusagen hölzerne Sahnestückchen.“

she

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