Weitblick vom Wendelstein

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FRIDOLIN THANNER, Bayrischzell – So ein Richtfest voller Superlative gibt’s nicht alle Tage. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte am vergangenen Mittwoch die höchstgelegene Baustelle der bayerischen Staatsbauverwaltung. Sie befindet sich am höchsten Lehrstuhl Bayerns und Deutschlands auf dem Wendelstein. Hier wird ein vollautomatisches Hochtechnologie-Teles- kop der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität errichtet. Die Kuppel dafür steht seit Juni, die Installation des Hauptspiegels mit zwei Metern Durchmesser ist für Anfang des kom- menden Jahres geplant. Das Teleskop ermögliche „einen ganz neuen Blick ins Universum“, sagte Herrmann. Es werde „im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Welten eröffnen“. Besonderer Forschungsschwerpunkt, erklärte der Innenminister, werde am Wendelstein die zwei Millionen Lichtjahre entfernte Andromeda-Galaxie, der Zwilling der Milchstraße, sein. Angesicht solcher Dimensionen bekomme der Begriff „Weitblick“ auf einem Aussichtsberg eine völlig neue Bedeutung. Die Baukosten in Höhe von acht Millionen Euro tragen Bund und Land je zur Hälfte. Die nötigen Teile müssen mit Hubschraubern zur Baustelle geflogen werden. Wie das funktioniert, sahen die Gäste mit eigenen Augen. Zum Richtspruch kam der Bänderbaum aus der Luft.

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