Paradebeispiel für Leader-Projekt

Wendelstein-Streifzüge: Fünf neue Themenwege am Berg eröffnet

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Die Beteiligten, darunter Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer (r.) und Leader-Koordinator Sebastian Wittmoser (5.v.l.), eröffneten die Wendelstein-Streifzüge und damit fünf neue Themenwege am Berg.

Bayrischzell – Am Wendelstein gibt es nun fünf Themenwanderwege, die einen Streifzug durch die Geologie des Berges bieten als Ergebnis eines Leader-Gemeinschaftsprojekts.

Fünf neu gestaltete Wanderwege bringen den Wanderer auf und um den Wendelstein. Von Bayrischzell führt der Wendelstein-Männlein-Gipfelsteig, von Fischbachau der Meditationsbergweg, von Bad Feilnbach der Jenbachweg und von Brannenburg der Künstlerweg nach oben auf den Wendelstein. Der Geologie-Rundweg ist ein Weg im Gipfelbereich des Wendelsteins und verbindet die einzelnen Streifzüge aus dem Tal und somit auch die Landkreise Rosenheim und Miesbach.

„Der Wendelstein ist und bleibt ein Berg, der verbindet“, weiß Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer, der oben an der Bergstation immer wieder Menschen verbindet und Trauungen vollzieht. Am Freitag (11. September) trafen sich die Beteiligten der Wendelstein-Streifzüge am Gipfel, um den Geologie-Rundweg gemeinsam zu begehen und das Wegeprojekt feierlich mit eingeladenen Gästen zu eröffnen.

Ein erstes Zusammentreffen der beteiligten Gemeinden Brannenburg, Bayrischzell, Fischbachau und Bad Feilnbach sowie der Wendelsteinbahn zur Entwicklung der Themenwege hatte bereits im Jahr 2014 stattgefunden. Um die unterschiedlichen Ideen bestmöglich realisieren zu können, wurden Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragt. „Am Ende kamen rund 130.000 Euro Leader-Förderung zusammen“, sagte der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Mangfall-Inntal“, Anton Wallner.

Für Leader-Koordinator Sebastian Wittmoser ein echtes Vorzeigeprojekt. „Das bringt Leute zusammen“, betonte er und hob noch einmal die umfassende Bürgerbeteiligung hervor. Dass das neue Wegenetz so umfangreich geworden ist, habe man der Förderung zu verdanken, meint auch Florian Vogt, Geschäftsführer der Wendelsteinbahn.

44 Stationen an Wanderwegen am Wendelstein

Mit dem Projektmanagement und der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit für die Wendelstein-Streifzüge wurde das Landschaftsarchitekturbüro Niederlöhner beauftragt. „All der Aufwand hat sich gelohnt“, sind sich die Projektpartner einig. So viele Partner mit unterschiedlichen Ansätzen unter einen Hut zu bringen, war laut Projektleiter Harald Niederlöhner anfangs nicht so einfach.

Entstanden sind abwechslungsreiche Wanderwege mit 44 Stationen, die Wissen speziell über die Region vermitteln und gleichzeitig die Natur erlebbar machen. „Die Wendelstein-Streifzüge sind ein Mehrwert für Einheimische und Urlauber“, sagte der stellvertretende Landrat von Rosenheim, Sepp Hofer, stolz. Durch die Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung, von Pädagogen, Almbauern, Natur- und Gästeführern sowie Touristikern bei der Ideenentwicklung konnte sichergestellt werden, dass für jeden Wanderweg das passende Thema gewählt wurde.

Die Bauten und Tafeln der Stationen fügen sich harmonisch ins Landschaftsbild ein. Es wurde möglichst naturverträglich gearbeitet. Die Standorte regen dazu an, inne zu halten und sich bewusst mit der einmaligen Bergwelt auseinander zu setzen. Ein Projekt, das den Weg in die Zukunft weist. Weitere Infos unter www.wendelstein-streifzuege.de. jw

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