Jahresrückblick 2018

Bad Wiessee

Grußwort des Bürgermeisters zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Bürgermeister Robert Huber

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es sind nur noch wenige Tage, dann feiern wir Weihnachten und stehen an der Schwelle zu einem neuen Jahr.

Für mich ist die staade Zeit bis dahin immer etwas Besonderes. Ich versuche dann noch bewusster mit Menschen ins Gespräch zu kommen und nicht nur von Termin zu Termin zu hetzen. Ähnlich ruhig und konservativ wird auch bei mir zu Hause Weihnachten im Kreis der Familie gefeiert. Für meine Frau und mich besteht das schönste Geschenk nun schon seit einigen Jahren darin, dass uns meine in Berlin lebende Tochter besucht. Am Heiligabend schmücken wir dann vormittags gemeinsam den Christbaum. Dabei wird natürlich viel und ausgiebige geratscht. Das kommt wegen der Entfernung leider oftmals das Jahr über zu kurz. Nachmittag besuchen wir dann meine Mama im Pflegeheim. Daheim geht es danach schön langsam an die Bescherung. Zum Abendessen gibt es bei uns ganz traditionell Würstl mit Brezn und Kartoffelsalat. Und ich gebe auch zu, dass ich gerne beschenkt werde, aber auch selber sehr gerne schenke. Es muss nichts teures sein, wichtig ist mir aber, sich darüber Gedanken zu machen und nicht einfach auf die Schnelle irgendetwas zu kaufen. Deshalb bin ich mit meinen Besorgungen auch schon immer recht früh dran. Das weiß natürlich auch meine Familie und insofern bin ich schon gespannt, was mir das Christkindl heuer bringt.

In dieser Vorfreude auf den Heiligen Abend möchte und darf ich ihnen allen nun von Herzen ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Zu dem vor uns liegenden Jahreswechsel wünsche ich ihnen ein friedliches, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr. Ihr Robert Huber

Das Jahr 2018 in Bad Wiessee

Mehrere Leuchtturmprojekte mit denen sich die Gemeinde als Gesundheitsstandort neu positionieren möchte standen 2018 im Mittelpunkt. Allen voran der Neubau des Jod-Schwefelbades. In wenigen Wochen soll die Architektur dieser außergewöhnlichen Holzkonstruktion erkennbar sein und im nächsten Jahr soll Eröffnung gefeiert werden. Ein weiteres Highlight war kürzlich der Spatenstich für Sport und Wellnesshotel der Sports Medicine Excellence Gruppe (SME) auf dem Gelände des ehemaligen Jodbades. Seit Mitte November läuft zudem Abriss des Hotels Lederer um auch hier Platz für etwas Neues zu schaffen. In diese Zukunftsausrichtung passt, dass die Gemeinde in Sachen Klimaschutz den Worten auch Taten folgen lassen möchte. Die Realisierung des geplanten Hackschnitzel-Heizwerk hat dem Gemeinderat einiges an Kraftanstrengungen gekostet hat und wird dies auch noch weiter erfordern. Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden ein Hauptthema der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr. 

Wegweisen war auch der Bezug des durch das Kommunalunternehmen fertiggestellten Mehrgenerationenhauses an der Dr.-Scheid-Straße. Erst kürzlich wurde die letzte Wohnung vergeben. Das Projekt mit Modellcharakter soll im Alltag Erleichterungen für Jung und Alt bringen. Nächstes Jahr soll in der Dr.-Scheid-Straße in zwei weiteren Gebäuden Wohnraum zu sozialverträglichen Konditionen entstehen. Viele dieser Ereignisse kündigte Bürgermeister Josef Höß beim Neujahrsempfang im Januar bereits an. Für Furore sollte später im Jahr noch Höß´s Information sorgen, dass der Wiesseer Hof einen neuen Eigentümer hat. Damals ahnte noch niemand, welchen neuen Name die altehrwürdige Gastronomie bekommen würde. 

Mit der Schlüssel- und Grundstücksübergabe am 1. Februar an die SME an der Adrian-Stoop-Straße begann die neue Ära im Kurviertel Gestalt anzunehmen. Mit dem Abriss des alten Jod-Schwefelbades verschwand das alte Gebäude aus dem Ortsbild. Lediglich die historische Wandhalle bleibt bestehen. 

Im Februar endete eine weitere Ära. Nach 30 Jahren Amtszeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wiessee trat Christian Stiglmeier nicht mehr zur Wahl an. Mit großer Mehrheit folgte ihm der bisherige 2. Kommandant, Korbinian Herzinger, in das Amt. 

Im März waren sich die Fraktionssprecher des Gemeinderates bei einer Pressekonferenz einig, dass sich mit dem Bau der Hackschnitzel-Heizzentrale eine historische Chance für die Luftverbesserung und ein großer Schritt in Richtung Energiewende ergeben würden. Neben Gegenwind von Bürgern steht dieses Projekt noch auf tönernen Füßen, so lange nicht genügend anschlusswillige Bürger und Großkunden einsteigen. 

Mit der Einweihung der neuen Fahrzeughalle des BRK Bad Wiessee hatte der Mai ein historisches Ereignis zu verbuchen. Nach dem katastrophalen Brand 2017 war dies so nur dank der großen Hilfsund Spendenbereitschaft der Bad Wiesseer Bevölkerung möglich. 

Im Juli unterzog sich Rathauschef Peter Höß einer komplizierten Operation an der Halswirbelsäule. Das Ruder übernahm Vize- Bürgermeister Robert Huber. Da der Heilungsprozess nur langsam voranschritt und Höß dabei von Rückschlägen nicht verschont blieb, wird Huber voraussichtlich noch bis Anfang/Mitte 2019 im Amt bleiben. 

Genervt waren Einheimische und Gäste im August von der Komplettsperrung wegen Sanierung der B318 zwischen Gut Kaltenbrunn und Gmund. Das tat aber dem Menschenauflauf beim Ausverkauf des ehemaligen Hotels Lederer keinen Abbruch. Die TZ titelte: „Wir haben den Wahnsinn mitgemacht!“ Nach neun Jahren wurde Gertraud Pfaffenberger als Rektorin der Grundschule in den Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolgerin trat Kristina Weber mit Schulanfang ihren Dienst an. 

Mit einem Festakt feierte die Wiesseer Polizeidienststelle im September ihre Gründung vor 50 Jahren am Hügelweg. Seither macht sich auch der Gemeinderat Gedanken, ob der Sitzungssaal im Rathaus verbleiben kann oder wegen dringend benötigter Büroräume für das Bauamt eine neue Bleibe braucht. Im November geriet der „Wiesseer Loipenstreit“ in die Schlagzeilen. Nach Vermittlungsgesprächen zwischen fünf Landwirten und der Gemeinde kam es noch zu einer gütlichen Einigung. Ebenfalls im November begann der Abriss des Hotels Lederer. Bis Jahresende wird die markante Fassade Geschichte sein und Platz für neues machen. Nach einem Runden Tisch im Erzbischöflichen Ordinariat muss sich die Pfarrei Bad Wiessee seit kurzem damit beschäftigen, dass das Pfarrheim an der Dr.-Scheid-Straße kleiner ausfallen muss als gewünscht. 

Der Spatensicht am 4. Dezember für das vom Südtiroler Architekt Matteo Thun entworfene Hotel der Luxusklasse der SME markierte schließlich einen weiteren Meilenstein für die zukunftssichre Entwicklung Bad Wiessees.

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