Nein zum SPD-Antrag

Bad Wiessee: Zukunft der Spielarena soll kein Wahlkampfthema werden

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Nach mehrheitlichem Willen des Gemeinderates und gegen den Antrag der Wiesseer SPD soll über die Zukunft der Spielarena nach der Kommunalwahl entschieden werden. Für die Aufhübschung der Fassade allerdings möchte die CSU-Fraktion jetzt einen Antrag stellen.

Bad Wiessee – Mit ihrem Antrag auf Klärung der Zukunft der Spielarena ab dem Jahr 2021 erntete die SPD-Fraktion bei der jüngsten Wiesseer Gemeinderatssitzung massive Kritik. Wie alle anderen Fraktionen betonten, sei vereinbart, dass dieses Thema erst nach den Gemeinderatswahlen 2020 auf den Tisch kommen soll. Entsprechend deutlich wurde der Antrag abgelehnt.

Mit dem Antrag wollten der SPD-Ortsverein und die Fraktion geklärt sehen, dass der Betrieb des Spieleparks auch nach 2021 gesichert ist. Bis dahin läuft der Pachtvertrag der Gemeinde mit Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer noch. Wie SPD-Sprecher Bernd Kuntze-Fechner sagte, sei dessen Angebot zwar „gut, aber eben auch nur ein Provisorium“. Deshalb sollte sich der Gemeinderat bereits heute über die Zukunft der Anlage Gedanken machen.

Für diese Bewertung und den Antrag an sich hatte Florian Sareiter (CSU) absolut kein Verständnis: „Wir hatten klar vereinbart, dass wir das Thema bis 2020 ruhen lassen und nicht zum Wahlkampf missbrauchen.“ Er verlangte daher von der SPD, diesen Antrag zurückzunehmen. Außerdem, so wisse er von Niedermayer selbst, sei dieser bereit, seinen Pachtvertrag um acht bis zehn Jahre zu verlängern. „Warum sollen wir also etwas gut Funktionierendes aufgeben, zumal die Anlage auch bestens angenommen wird?“, fragte Sareiter. Recht gab er Kuntze-Fechner über das äußere Erscheinungsbild der Spielarena, was aber die Bewertung als Übergangslösung nicht rechtfertige. Als überflüssig bezeichnete auch Rolf Neresheimer (ranBW) den SPD-Antrag: „Wir sollten diese etablierte Lösung unterhalten, weil sich auch in der ganzen Gemeinde kein Alternativ­grundstück finden lässt.“ Ins gleiche Horn stieß Kurt Sareiter (CSU): „Einen Neubau zahlt kein Mensch.“ Außerdem, so sagte er weiter, handele es sich bei der Spielarena nicht um ein „Provisorium“ weil innen alles perfekt sei, „auch, wenn es von außen greislich ausschaut“. Deswegen brachte die CSU-Fraktion auch einen eigenen Antrag für die nächste Sitzung ins Spiel, die Fassade für rund 90.000 Euro instand setzten zu lassen. Die Sinnhaftigkeit des SPD-Antrags zum jetzigen Zeitpunkt zweifelte auch Birgit Trinkl (WB) an: „Wer weiß, wer nach der nächsten Wahl noch hier sitzt?“ Deshalb empfahl sie, an der Marschrichtung festzuhalten, den 2020 gewählten Gemeinderat über die Spielarena entscheiden zu lassen. Zum baulichen Zustand mahnte der amtierende Bürgermeister Robert Huber allerdings noch an: „Egal wie der Antrag ausgeht, die Spielarena ist eine hochtechnische Einrichtung. Ich würde die Substanz schon ganz gerne im Vorfeld prüfen lassen. Gerade im Hinblick auf das zu öffnende Dach und die Erfahrungen mit den jüngsten Schneelasten.“

Zurückziehen wollte die SPD-Fraktion den Antrag nicht. „Wir haben ihn gestellt, ob es euch passt oder nicht, weil uns das Thema am Herzen liegt. Es ist nicht in Ordnung, wenn darüber jetzt Wahlkampfsoße geschüttet wird“, meinte Klaudia Martini. So recht überzeugt waren die anderen Fraktionen davon nicht, weshalb der Antrag dann auch mit 10:4 Stimmen abgeschmettert wurde. hac

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