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Windenergie im Hofoldinger Forst: Miesbachs Landrat bleibt zuversichtlich

Windkraft im Hofoldinger Forst
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Bei den geplanten Standorten (rot markiert) im Hofoldinger Forst wird die 10H-Regel aus der bayerischen Bauordnung eingehalten. Die ersten Berechnungen fanden unter Interpretation des Anlagetyps Nordex N163 statt und zeigten sich wirtschaftlich rentabel sowie für die Umwelt verträglich.
  • vonKatja Schlenker
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Landkreis – Der Landkreis Miesbach bleibt dran am Thema Windenergie im Hofoldinger Forst. Vier Anlagen könnten dort entstehen.

Die Gemeinderäte von Brunnthal haben beschlossen, dass sie aus der Arbeitsgemeinschaft Windenergie Hofoldinger Forst, kurz Arge, austreten wollen. Die übrigen drei beteiligten Gemeinden Otterfing, Sauerlach und Aying sowie die beiden Landkreise Miesbach und München müssen nun entscheiden, wie es weitergehen soll.

„Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass das Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst eine einmalige Chance ist für wohnortnahe, ökologische Energiegewinnung“, sagt Landrat Olaf von Löwis, der derzeit Ratspräsident der Arge ist. „Mit dem Projekt würde die Region einen riesigen Schritt in Richtung Energiewende machen. Daher hoffe ich sehr, dass sich die übrigen Beteiligten für eine Fortführung entscheiden.“

Detaillierte Gutachten zu Projekt vorgestellt

Aktuell werden die Ergebnisse der Windmessung, der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der artenschutzrechtlichen Prüfung des Windenergieprojekts im Hofoldinger Forst den Gremien der beteiligten Gemeinden und Landkreise vorgestellt. Diese müssen anhand der Ergebnisse entscheiden, ob ihre Kommune weiterhin am Projekt beteiligt bleiben möchte. Die Gemeinderäte von Aying, Otterfing und Sauerlach haben sich bereits für eine Fortführung des Projekts ausgesprochen. Auch der Umwelt­ausschuss des Landkreises Miesbach empfiehlt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

In der jüngsten Sitzung wurde das Thema kurz diskutiert und ein Beschluss gefasst. Demnach wird es anhand der Ergebnisse des detaillierten Windgutachtens, der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der naturschutzfachlichen Untersuchungen als wirtschaftlich machbar und ökologisch vertretbar erachtet, Windenergieanlagen im Hofoldinger Forst zu errichten.

Klimaziel: Bis 2035 ohne fossile Brennstoffe

Um dem Klimaziel, bis zum Jahr 2035 vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten zu können, gerecht zu werden, sollen vier Anlagen im Hofoldinger Forst angestrebt werden. Und: „Der Landkreis Miesbach unterstützt das Projekt weiterhin bis zum Vorliegen einer Entscheidung über die Genehmigung von Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz und finanziell im Rahmen des innerhalb der Arbeitsgemeinschaft vereinbarten Kostenanteils von 15 Prozent für den Landkreis Miesbach.“ Für alle drei Punkte des Beschlusses votierten die Mitglieder des Umweltausschusses einstimmig.

Der Miesbacher Kreistag hat sich dem Beschluss unterdessen einstimmig angeschlossen und unterstützt das Projekt ebenfalls weiter. Alle vier anvisierten Standorte im Hofoldinger Forst befinden sich außerhalb der Entfernung der zehnfachen Höhe der Windenergieanlagen zu Siedlungen. ksl

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