Wintereinbruch am Sonntag

Chaos auf A8: Polizei und Feuerwehr bei zahlreichen Unfällen im Einsatz

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Der Wintereinbruch am Sonntag hat Polizei und Feuerwehr bei mehreren Unfällen beschäftigt.
  • vonKatja Schlenker
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Holzkirchen – Der Winter ist am Sonntag in den Landkreis Miesbach zurückgekehrt und hat für Chaos auf der Autobahn A8 gesorgt. Polizei und Feuerwehr waren mehrfach im Einsatz.

Gleich zu mehreren Unfällen ist es am Sonntag (14. März) auf der Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Irschenberg gekommen, wie die Autobahnpolizeistation Holzkirchen berichtet.

Gegen 7 Uhr befuhr ein 49-Jähriger aus dem Landkreis München auf Höhe Sauerlach mit seinem Maserati die A8 in Richtung Salzburg. Auf dem mit Schneematsch bedeckten Fahrstreifen kurz nach der Anschlussstelle Hofolding verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts auf den Grünstreifen und prallte dort gegen einen Baum. „Er konnte äußerlich unversehrt sein Fahrzeug verlassen, wurde jedoch zur weitergehenden Untersuchung in ein Klinikum gebracht“, erklärt die Polizei.

Der Maserati wurde derart beschädigt, dass von einem wirtschaftlichen Totalschaden ausgegangen und die Schadenshöhe auf etwa 40.000 Euro geschätzt wird. Der Unfallverursacher muss zudem mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Um die Unfallstelle abzusichern und zu säubern, waren die Freiwillige Feuerwehr Brunnthal und die Autobahnmeisterei Holzkirchen im Einsatz.

Nahe Irschenberg gegen Leitplanke geprallt

Gegen 7.30 Uhr befuhr ein 47-Jähriger aus Rumänien die A8 in Richtung Salzburg. In der Leitzachsenke kurz vor der Anschlussstelle Irschenberg verlor er auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über seinen VW, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte in die rechte Schutzplanke. „Er konnte unverletzt aus dem Pkw steigen“, teilt die Polizei mit. „An seinem VW entstand erheblicher Sachschaden und er musste abgeschleppt werden.“ Der Schaden an Schutzplanke und Fahrzeug wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

Unfall mit drei Fahrzeugen nahe Holzkirchen

Gegen 9 Uhr krachte es in Richtung München. Ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim befuhr mit seinem Mercedes den linken Fahrstreifen. Kurz nach der Anschlussstelle Holzkirchen geriet er auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn ins Schleudern und prallte gegen den rechts neben ihm fahrenden Audi eines 41-Jährigen aus Miesbach.

Durch den Aufprall kam der Audi nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte dabei den auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Renault eines 54-Jährigen aus Nußdorf. Der Unfallverursacher schleuderte indes weiter nach rechts von der Fahrbahn ab und landete letztlich im Wildsperrzaun neben der Autobahn.

Er und der Fahrer des Audi sowie dessen 39-jährige Ehefrau wurden leicht verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der entstandene Sachschaden an den Fahrzeugen und dem Zaun wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Um die Fahrbahn abzusichern und zu säubern, waren die Freiwillige Feuerwehr Weyarn und die Autobahnmeisterei Holzkirchen im Einsatz. „Der Unfallverursacher muss sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Unfall verantworten“, heißt es vonseiten der Polizei.

Zusammenprall auf A8 bei Holzkirchen

Gegen 11.30 Uhr kam es nur wenige 100 Meter von der Stelle zuvor erneut zu einem Unfall. Eine 21-Jährige aus Schwaben befuhr mit ihrem Audi den mittleren Fahrstreifen, kam auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn ins Schleudern und prallte in die linke Schutzplanke. „Ein 44-Jähriger aus Neubeuern konnte mit seinem Peugeot Kastenwagen dem quer zur Fahrbahn stehenden Audi nicht mehr ausweichen und prallte mit seiner Fahrzeugfront in die Fahrerseite des Pkw der jungen Frau“, berichtet die Polizei.

Alle unfallbeteiligten Fahrzeugführer sowie der 26-jährige Beifahrer des Kastenwagens wurden durch den Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 26.000 Euro. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Weyarn und die Autobahnmeisterei Holzkirchen. Die Unfallverursacherin muss sich wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Unfall verantworten.

BMW-Fahrer hat Glück im Unglück auf A8

Etwa 11.50 Uhr kam es in der Gegenrichtung erneut an derselben Stelle zu einem Unfall. Diesmal befuhr ein 34-Jähriger aus München mit seinem BMW den mittleren Fahrstreifen, als er auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern geriet und nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Da er sein außer Kontrolle geratenes Fahrzeug noch unter einem großen Vorwegweiserschild, das rechts im Grünstreifen steht, hindurch manövrieren konnte und die massiven Stützen nur leicht touchierte, endete der Unfall glimpflich. Letztlich kam sein BMW rechts neben der rechten Schutzplanke zum Stehen und er konnte sein Fahrzeug unverletzt verlassen.

Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Der Unfallverursacher muss mit einer Geldbuße und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Polizei: Unfälle hätten vermieden werden können

Ungefähr 14.50 Uhr befuhr ein 42-Jähriger aus München die Autobahn in Richtung Salzburg auf dem linken Fahrstreifen. Kurz vor der Tank- und Rastanlage Holzkirchen-Süd verlor er auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn die Kontrolle über seinen BMW, kam ins Schleudern und prallte in die rechte Schutzplanke.

Er und seine 45-jährige Beifahrerin blieben unverletzt. Es entstand ein Sachschaden an Fahrzeug und Schutzplanke in Höhe von 11.000 Euro. Der übrige Verkehrs wurde durch den Unfall nicht beeinträchtigt. Der Münchner muss mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

„Im gesamten Bereich kam es durch Sperrungen von Fahrstreifen zur Bergung und Unfallaufnahme immer wieder zu teils erheblichen Behinderungen“, resümiert die Polizei. „Abschließend muss hier gesagt werden, dass jeder Unfall durch eine angepasste Geschwindigkeit an die Wetter- und Straßenverhältnisse hätte vermieden werden können.“ ksl

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