Wirtschaftspreise für Papierfabrik Louisenthal und Metzgerei Holnburger

Nicht zu toppende Kombi

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Die Wirtschaftspreise des Landkreises durften Hans Holnburger (3.v.l.) und seine Familie für ihr Metzgerei-Unternehmen sowie Walter Schlebusch (5.v.r., Geschäftsführer von Giesecke und Devrient) für die Papierfabrik Louisenthal entgegen nehmen. Mit ihnen freuten sich unter anderem Finanzminister Markus Söder (4.v.r.), SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid (l.), Landrat Jakob Kreidl (2.v.l.) und Klaus-Dieter Graf von Moltke (3.v.r.), Vorsitzender des Unternehmerverbands im Landkreis.

Miesbach – Das „who’s who“ der Wirtschaft im Landkreis traf sich zum diesjährigen Wirtschaftsempfang der Standort-Marketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) im Waitzinger Keller. Die Festrede hielt Finanzminister Markus Söder.

Traditionell verleiht die SMG bei diesem Empfang auch Preise an Firmen, die sich besonders verdient um die Wirtschaft in der Region gemacht haben.Der Festsaal war voll. „Wir hatten Sorge, ob alle Platz finden“, sagte SMG-Chef Alexander Schmid. So viele Anmeldungen wie in diesem Jahr habe es noch nie gegeben. Grußworte sprachen Landrat Jakob Kreidl und der Vorsitzende des Unternehmerverbandes im Landkreis Miesbach (UVM), Klaus-Dieter Graf von Moltke. Kreidl hieß hochrangige Politiker willkommen. Denn neben Finanzminister Söder waren auch die Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan (CSU) und Klaus Barthel (SPD) gekommen. Zudem nahmen zahlreiche Bürgermeister, Gemeinde- und Stadträte teil. Der Wirtschaftsempfang ist eben auch eine Plattform zum Knüpfen von Kontakten. Kreidl bedankte sich bei den Unternehmern. „Mir ist die Bedeutung des Mittelstandes nicht nur bewusst. Ich lebe die Bedeutung des Mittelstandes jeden Tag“, sagte der Landrat. Viele Dinge seien in der Vergangenheit angepackt worden. Das wohl jüngste Projekt, das Technologie- und Gründerzentrum in Holzkirchen, sei gerade an diesem Tage notariell festgezurrt worden. Es sei ein Sprungbrett für Jungunternehmer, sagte Kreidl. Schließlich konnte er sich ein wenig Wahlwerbung für sich nicht verkneifen: Damit die Wirtschaftspolitik im Landkreis so fortgesetzt werden kann, „bitte ich Sie um Ihre Unterstützung“, sagte er mit Blick auf die bevorstehenden Landratswahlen. UVM-Vorsitzender von Moltke erklärte die Rolle seines Verbandes: „Wir verstehen uns als Berater der politischen Protagonisten.“ Ziel sei, den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft herzustellen. Zudem sprach sich von Moltke für ein nachhaltiges, umweltgerechtes Wirtschaften und einen Erhalt der „abendländischen Kultur des Unternehmertums“ aus. Die Laudatio auf die Papierfabrik Louisenthal hielt der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und der Gemeinde ebenso wie die guten Bedingungen, die für die Mitarbeiter geschaffen worden waren. Von Preysing witzelte, dass das Zweitwerk in Dresden „unser Beitrag zum Aufbau Ost war. Das müsste jetzt auch mal reichen.“ In Gmund seien in den vergangenen zehn Jahren über 100 Millionen Euro investiert worden – ein deutliches Zeichen für den Standort Gmund, befand der Rathauschef. Er überreichte den Preis an Walter Schlebusch, den Geschäftsführer von Giesecke und Devrient, dem Mutterkonzern der Papierfabrik. Schlebusch sagte: „Wir sind technologisch der weltweit Führende und das in dieser schönen Gegend – eine Kombi, die nicht zu toppen ist.“Außerdem wurde Hans Holnburger, der ehemalige Inhaber der gleichnamigen Metzgerei, ausgezeichnet. Zwar hat der sein Unternehmen bereits an seinen Sohn Anton übergeben. Aber dennoch steht Hans Holnburger täglich im Betrieb – etwas, das ihm Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz ein wenig ankreidete. Er solle doch seinen Ruhestand genießen und etwas mehr Urlaub machen. Sie blickte auf die Firmengeschichte zurück und lobte Holnburger auch für sein soziales Engagement: „Deine Großzügigkeit ist unermesslich. Du bist ein Werbeträger für unseren Landkreis und unsere Stadt. Du bist ein echter Miesbacher!“    tk

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