Wolfgang Rzehak tritt für die Grünen bei der Landratswahl an

Volles Vertrauen

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Wolfgang Rzehak (M.) ist der richtige Landratskandidat. Davon sind die Kreisvorsitzenden Elisabeth Janner und Gerhard Klotzsche sowie alle Stimmberechtigten der Kreis-Grünen überzeugt.

Miesbach – Der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen steht geschlossen hinter Wolfgang Rzehak. Bei der Nominierungsversammlung erhielt der Gmunder als Landratskandidat alle Stimmen und somit ein eindeutiges Votum. 

Nach Robert Huber (SPD) und Jakob Kreidl (CSU) ist der 45-Jährige nun der dritte Bewerber für das Amt. Warum er findet, dass er der Richtige für die Aufgabe ist, erläuterte er ebenso wie seine politischen Schwerpunkte. Als studierter Diplom-Verwaltungswirt (FH) sieht sich Rzehak bereits von Berufs wegen bestens für die Anforderungen gerüstet: „Ich habe das notwendige Handwerkszeug, das ein Landrat braucht“. Zudem kann er auf langjährige kommunalpolitische Erfahrung verweisen. Seit 1996 ist er Kreisrat, seit 2002 Gemeinderat und Verwaltungsrat der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Zudem ist der Kandidat in verschiedenen Ausschüssen tätig. „Im Laufe der Jahre habe ich bewiesen, dass ich ohne ideologische Scheuklappen konstruktiv und engagiert Kommunalpolitik betreiben kann“, ist das Fazit des 45-Jährigen. Hart in der Sache, aber sachlich und fair im Stil möchte er dementsprechend auch im Wahlkampf bleiben. Schließlich kandidiere er nicht gegen jemanden, sondern für etwas: seine Ideen und Vorstellungen. Eine moralische Wertung bezüglich der Vorwürfe gegen Landrat Kreidl möchte Rzehak nicht abgeben. Die Bürger des Landkreises seien selbst in der Lage, sich eine Meinung zu bilden. Themen wollte der Gmunder betonen. Zuerst den Umweltschutz. „Im Landkreis Miesbach geht das ,Flächenfraßmonster’ um“, sagte er. Der Kreis müsse sich natürlich in Zukunft weiterentwickeln können, aber mit Bedacht. Hier sei ein Landrat gefragt, der deutlich sensibler für die Belange von Umwelt, Natur und Landschaftsschutz sei. Der fünfte Supermarkt am Ortsrand bringe keinerlei Vorteile, wenn zugleich der Ortskern ausblute. Die natürliche Schönheit des Kreises müsse erhalten werden. Regionale Kreisläufe, mittelständische Betriebe, das Handwerk, sanften Tourismus und die bäuerliche Landwirtschaft möchte Rzehak stärken. In Bezug auf letztere wandte er sich klar gegen die Gentechnik als eine „Versündigung an der Schöpfung“. Bestimmtes Auftreten kündigte er bezüglich des Themas Wasserschutz an. Es könne nicht sein, dass die Wasserentnahme seitens der Landeshauptstadt München weder zeitlich noch mengenmäßig begrenzt sei. Stattdessen müsse gemäß der heute geltenden Verwaltungsverfahren und Gesetze gehandelt werden. Verhandlungen auf Augenhöhe forderte der Kandidat hierbei: „Wenn der Stärkere dem Schwächeren die Bedingungen diktiert, ist das keine Partnerschaft, sondern Erpressung.“ Der Klimaschutz liegt Rzehak natürlich ebenso am Herzen. Er unterstützt das Ziel der Energiewende Oberland, die in der Region bis 2035 eine Komplettversorgung durch erneuerbare Energien anstrebt. Ein Klimaschutzkonzept habe der Landkreis ja schon, aber es müsse auch der Wille vorhanden sein, dieses umzusetzen, betonte der Kandidat. Im Einklang mit dem Klimaschutz möchte er sich auch für den Ausbau eines funktionierenden öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen. Eine bessere Verzahnung von Bus- und Schienenverkehr sei dazu nötig. Eine stündliche Erreichbarkeit jedes Ortes im Kreis ist das Ziel. Zudem betonte Rzehak die Wichtigkeit der Bildungspolitik, mit optimaler Betreuung, dem nötigen Angebot an Ganztagesklassen, Krippenplätzen, Horten und Kindergärten sowie der individuellen Förderung aller Kinder, auch derer aus sozial schwächeren Elternhäusern. Die Gelder für die Vorhaben sollten durch eine solide, sparsame und effiziente Haushaltspolitik aufgebracht werden, bei der auch die Folgekosten von Projekten betrachtet würden. „Ich verspreche Euch, dass ich mich als Landrat hundert Prozent auf diese Aufgabe konzentrieren werde“, erklärte Rzehak. Er wolle keine weiteren Ämter und Tätigkeiten anstreben. Schließlich sei das Amt des Landrats eine Vollzeitaufgabe. maf

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