Bauen soll günstiger werden

Wolfsee: Fischbachau plant Hochwasserschutz neu und bessert bei Parzellen nach

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Das kleine Bächlein kann Probleme bereiten. Der Ausbau zum Hochwasserschutz des Neubaugebiets am Wolfsee wird aber deutlich geringer ausfallen als ursprünglich geplant.

Fischbachau – Durch das geplante Neubaugebiet am Wolfsee verläuft ein Bach, der Kotgraben. Den Hochwasserschutz verlegt die Gemeinde nach außerhalb, die entsprechende Änderung des Bebauungsplans hat der Fischbachauer Gemeinderat am vergangenen Montag einstimmig beschlossen. Außerdem könnte mehr und zugleich ein günstigerer Wohnraum auf der Fläche entstehen. Das hängt sogar mit dem Hochwasserschutz zusammen.

Der war, erklärte Bürgermeister Josef Lechner, als Ausbau des normalerweise nur rund einen Meter breiten Kotgrabens und einer Retentionsfläche auf einer gemeindeeigenen Fläche nordöstlich des Wohngebiets geplant. Doch nun gibt es eine schonendere Variante, wonach ein Hochwasser bereits vor der Siedlung in das ehemalige Bachbett und am Wohngebiet vorbei auf die als Rückhaltefläche vorgesehene Wiese geleitet würde. „Wir müssten nur einen Graben zumachen“, sagte Lechner. Eine kleine Maßnahme, und der Bachlauf im Baugebiet müsste statt auf 13 nur auf sieben Meter aufgeweitet und statt auf 3,50 nur auf 1,50 Meter vertieft werden. Das allein bedeutet schon weniger Kosten, zudem würden zwei Brückenbauwerke deutlich billiger. Und für vier zentrale Parzellen stünden durch den schmäleren Kotgraben insgesamt knapp 1000 Quadratmeter zusätzliche Fläche zur Verfügung. Nun dürfen dort auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Lechner stellte das sogenannte Baugruppenmodell vor, mit dem die Gemeinde Kirchanschöring im Landkreis Traunstein gute Erfahrungen gemacht hat. Hier finden sich Bauwerber mit unterschiedlichen Wünschen zusammen und bauen nach ihren individuellen Vorstellungen ein gemeinsames Haus. So könnten in Erd-, Ober- und Dachgeschoss Familien wie Singles, Jüngere und Ältere, genau nach ihren Ansprüchen ein eigenes Zuhause bekommen. Ihr Vorteile: Sie planen ihr Eigentum individuell, bauen aber gemeinsam und sparen eine Menge Geld. Zwei bis fünf Bauwerber je Parzelle lässt die Gemeinde zu.

Etwas günstiger wird auch das Bauen im nördlichen Bereich. Hier werden die Parzellen etwas kleiner. „Wir können überall ein Stück wegnehmen“, sagte Lechner. Aus acht werden so neun etwas kleinere Grundstücke, was den Ansprüchen der Interessenten Rechnung trägt, wie Lechner erklärte. Vielen sei ein Bauplatz wegen der Größe zu teuer. Am Grundstückspreis – er liegt im Baugebiet zwischen 420 und 650 Euro je Quadratmeter – ändert sich nichts. Andreas Auracher (CSU) nannte die neuen Pläne „eine wesentliche Verbesserung für das Baugebiet“, wo in erster Linie Fischbachauer ein neues Zuhause finden sollen. Für viele sei aber bisher der „Grundstückspreis nicht leistbar“ gewesen. Mit der neuen Einteilung und dem Baugruppenmodell soll sich das ändern.ft

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