Abriss oder Erhalt

Was wird aus der Wolfseehalle? Mehrere Ideen in Fischbachau

Wolfseehalle in Fischbachau
+
Das Schicksal der Wolfseehalle in Fischbachau bleibt unklar. Es wird Thema einer Klausurtagung des Gemeinderats.

Fischbachau – Was wird aus der Wolfseehalle in Fischbachau? Im Gemeinderat gab es jüngst zwei Vorschläge. Alles weitere soll in einer Klausurtagung besprochen werden.

Zwei konkrete Entwicklungsvorschläge für die Wolfseehalle sowie das alte Gaststättengebäude stellte kürzlich Fischbachaus Bürgermeister Johannes Lohwasser bei der Sitzung des Gemeinderats vor. Bei beiden wäre deren Abriss vonnöten, um entweder Platz für eine Art soziales Freizeitzentrum oder eine touristische Anlage mit Gastronomie zu schaffen. Das Gremium einigte sich schließlich, das Thema mit in die Klausurtagung zu nehmen und erneut zu besprechen.

Sollte das Areal unter dem Aspekt soziales Freizeitzentrum und Marktplatz umgestaltet werden, könnte laut Rathauschef eine Pension, Gastronomie, Platz für Gewerbe, Sport und Veranstaltungen und oder auch ein Pflegeheim entstehen. Bei rein touristischer Nutzung wäre neben einem Gastronomiebetrieb der Bau von zirka 20 bis 25 kleinen Häusern in traditioneller Bauweise als Feriencamp denkbar. Für beide Varianten gäbe es potenzielle Investoren respektive Interessenten.

Wertvolles Gebiet, aber problematisch

Bisherige Bemühungen, Betreiber oder Investoren für die im Gemeindebesitz befindliche Halle in der jetzigen Form zu finden, sind laut Lohwasser gescheitert. „Wir wissen, dass das ein wertvolles Gebiet ist, das gerade etwas problematisch ist. Der Abriss steht also immer noch im Raum“, eröffnete Lohwasser die Diskussion. Dem stimmte Bernhard Kafl (FWG) zu: „Schade zum Abreißen, aber leer stehen lassen, bringt auch nichts.“

Ein Abriss kommt hingegen für Michael Gartmeier (CSU) nicht infrage: „Die Halle ist top in Ordnung und mit geringen Mitteln wieder auf Vordermann zu bringen. Als Touristiker liegt sie mir am Herzen, und sie ist Teil unserer Kultur, die wir für unsere Vereine aufrechterhalten sollten.“ Der Probebetrieb während Corona dürfe nach Gartmeiers Einschätzung nicht als Maßstab herhalten.

Umdenken und weitere Ideen

Martin Bacher (FWG) forderte ein Umdenken: „So schön unsere Erinnerungen an die gute alte Zeit der Wolfseehalle sind, seit zwei Jahren geht nix vorwärts und wenn wir uns nichts einfallen lassen, wird das auch die nächsten zwei so bleiben.“

Korbinian Wolf (Grüne) brachte einen weiteren Ansatz zur Sprache: „Ich könnte mir auch ein Ratsbegehren zur Zukunft der Halle vorstellen.“ Dass die Gemeinde nicht langfristig Betreiber sein kann, steht für ihn fest. Bei einem guten Konzept könnte er sich auch einen Abriss vorstellen.

Nach der sachlich geführten Diskussion einigte sich das Gremium schließlich einstimmig, dass über die Zukunft der Halle abschließend und ausführlich in der geplanten Klausurtagung gesprochen werden soll. hac

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Miesbachs Bürgermeisterin erhält gutes Zeugnis in ihrer letzten Stadtratssitzung
Miesbachs Bürgermeisterin erhält gutes Zeugnis in ihrer letzten Stadtratssitzung
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab

Kommentare