Ein Zeichen gesetzt

Warngau: Unbeschrankte Bahnübergänge sollen sicherer werden

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An den unbeschrankten Bahnübergängen in Warngau passieren immer wieder schreckliche Unfälle. Die Gemeinde möchte jetzt mit Nachdruck für mehr Sicherheit sorgen.

Warngau – Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber betont, dass ihm die Hängepartie mit der DB-Netz in Bezug auf mehr Sicherheit an den vier unbeschrankten Bahnübergängen zu lange dauere. Mit der Einstellung von 500.000 Euro im diesjährigen Haushalt hat die Gemeinde jetzt ihrerseits ein Zeichen gesetzt, dass sie nicht mehr länger warten möchte.

Die unbeschrankten Bahnübergänge im Warngauer Gemeindegebiet waren schon oft Schauplatz schrecklicher Unfälle und haben bereits viele Todesopfer gefordert. Umso unverständlicher ist es dem Gemeinderat, warum sich die Bahn-Tochter DB-Netz als Betreiber der Strecke so lange Zeit mit der Ertüchtigung lässt. Wie Thurnhuber sagte, sei die DB-Netz nur bereit für mehr Sicherheit zu sorgen, wenn Bahnübergänge geschlossen werden und die Infrastruktur zurückgefahren werde. Das ist für den Rathaus­chef nicht hinnehmbar: „Das wird so nicht funktionieren. Die Wege wurden ja nicht aus Jux und Tollerei gebaut und asphaltiert, sondern weil sie in unserer ländlich geprägten Gemeinde notwendig sind.“

In der nächsten Gemeinderatssitzung soll nun ein Antrag an die DB-Netz auf Beschrankung aller vier Bahnübergänge gestellt werden. Mit der Bereitstellung von jeweils 500.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr hat die Gemeinde ein Zeichen gesetzt, dass sie ihren Teil dazu tun möchte und es ihr bitterernst ist. Geplant ist, dass pro Jahr zwei Bahnübergänge ertüchtigt werden. „Jetzt ist die DB-Netz am Zug“, forderte Thurnhuber eine baldige und vor allem sichere Lösung. 

hac

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