Tablets für Pflegeheime

In Zeiten von Corona: Hospizverein unterstützt Videotelefonie im Landkreis

Tablets für mehr Kontakt: (v.l.) Jutta Maria Lehnert, Pflegedienstleitung und künftige Heimleiterin von St. Elisabeth Neuhaus, Franzsika Gräfin von Drechsel, Vorsitzende des Hospizkreises, und Christine Newin, Heimleiterin des Seniorenzentrum Vitanas in Miesbach sowie stellvertretend auch für die Pflegeheime Schwaighof Tegernsee und Seniorenresidenz Wallberg Rottach-Egern.
+
Tablets für mehr Kontakt: (v.l.) Jutta Maria Lehnert, Pflegedienstleitung und künftige Heimleiterin von St. Elisabeth Neuhaus, Franzsika Gräfin von Drechsel, Vorsitzende des Hospizkreises, und Christine Newin, Heimleiterin des Seniorenzentrum Vitanas in Miesbach sowie stellvertretend auch für die Pflegeheime Schwaighof Tegernsee und Seniorenresidenz Wallberg Rottach-Egern.

Landkreis – Mit acht Tablets für Pflegeheime soll Videotelefonie mit Angehörigen möglich sein, solange Besuchsregeln gelten. Der Hospizverein im Landkreis Miesbach macht es möglich.

Beziehungen zwischen Menschen leben von persönlicher Nähe und Begegnung – und genau diese Nähe ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Der Hospizverein im Landkreis Miesbach versucht, in der aktuellen Corona-Krise zu helfen.

Das Besuchsverbot beziehungsweise die begrenzten Besuchsregelungen von Bewohnern in Pflegeheimen schützen die Menschen vor einer Infektion und lassen sie zugleich verzweifeln. Sie fühlen sich isoliert und getrennt von ihren Angehörigen und von Menschen, die sie in corona-freien Zeiten auch ehrenamtlich besuchten. Genauso tragen Angehörige die Sorge um ihre Lieben und den Schmerz der Isolierung.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im Landkreis Miesbach lesen Sie in unserem Ticker.

Die Tätigkeit im Hospizkreis in der Begleitung von sterbenden und trauernden Menschen musste auch erst einmal auf Telefonkontakte reduziert werden – eine schwer auszuhaltende Situation für alle Menschen, die persönliche Begegnungen als wichtigen Beitrag im Leben verstehen und leben. Der Hospizkreis im Landkreis Miesbach suchte nach neuen Möglichkeiten der Beziehungspflege und fand Unterstützung durch die Prof.-Otto-Beisheim-Stiftung. Sie übernahm die Finanzierung von acht Tablets, die der Hospizkreis vier Pflegeheimen im Landkreis zur Verfügung stellt. Somit sind die technischen Voraussetzungen gegeben, dass Bewohner mit ihren Angehörigen in Zeiten eingeschränkter Besuchsregeln oder mit entfernt lebenden Nahestehenden über Bildschirm telefonieren können. Auch kirchliche Seelsorger haben bereits den Wunsch geäußert, darüber Gottesdienste abzuhalten oder Lieder zu singen.

Der Hospizkreis ist erleichtert, dass inzwischen die persönliche Begleitung von sterbenden Menschen und ihren Angehörigen im häuslichen Umfeld und in Pflegeheimen und Krankenhäusern von ehrenamtlichen Hospizbegleitern wieder erlaubt werden. ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Neuer Behindertenbeauftragter: Miesbachs Bürgermeister scheitert mit Vorschlag
Neuer Behindertenbeauftragter: Miesbachs Bürgermeister scheitert mit Vorschlag
Brunner überreicht Auszeichnung an Ex-Zuchtverbands-Vorsitzenden Biechl
Brunner überreicht Auszeichnung an Ex-Zuchtverbands-Vorsitzenden Biechl

Kommentare