104.000 Euro für einen Zuchtbullen beim ersten Großviehmarkt nach Umzug

Premiere mit einem Rekord

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Das erste versteigerte Tier in der neuen Oberlandhalle: Für 10.000 Euro erwarb Peter Dürrwaechter (3.v.l.) für die Besamungsstation Bauer diesen Stier. Zum Kauf beglückwünschten ihn (v.l.) Zuchtverbands-Vorsitzender Balthasar Biechl, Züchter August Wieser, Versteigerer Michael Walser und Aufzüchter Martin Dauer.

Miesbach – Während es draußen kaum voran ging, lief es drinnen umso besser. Der erste Großviehmarkt des Zuchtverbands in der neuen Oberlandhalle am vergangenen Mittwoch war ein voller Erfolg.

Warten auf den neuen Besitzer: Ein Tier nach dem anderen wird in die neue Oberlandhalle mit gut gefüllten 1200 Sitzplätzen geführt.

Zwar staute es sich um die Halle herum, doch bei der Versteigerung stockte es überhaupt nicht. Der Andrang war ebenso rekordverdächtig wie der Preis für den teuersten Zuchtbullen: 104.000 Euro. Dabei begann alles ganz normal. Der erste Stier wechselte für 10.000 Euro den Besitzer. Aber keine Viertelstunde später war Versteigerer Michael Walser schon im sechsstelligen Bereich. Es war erst das dritte Tier, das zum Verkauf stand und der Preis schnellte in die Höhe. In Tausenderschritten ging es bis 99.000. Walser forderte 99.999 – und bekam das Zeichen nach kurzem Zögern. Doch es war nicht Schluss. Erst mit 104.000 Euro sicherte sich ein Vertreter der Besamungsstation CRV den Zuchtbullen der Familie Willibald aus Arzbach (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Damit ist beim Zuchtverband in Miesbach eine neue Rekordmarke gesetzt, noch nie wechselte hier ein Stier für so viel Geld den Besitzer. Nicht nur deswegen freut sich Zuchtverbands-Vorsitzender Balthasar Biechl. Den „Härtetest“, den er bei seiner Begrüßung ankündigte, hat die neue Oberlandhalle bestanden. „Insgesamt“, sagte er, „bin ich außerordentlich zufrieden“. Die Funktionalität der neuen Anlagen habe sich bewährt, „es hat alles gut geklappt“. 

Gefreut hat sich Biechl natürlich auch über die vielen Besucher, die er in der Anzahl aber nicht erwartet hatte. 1200 Sitzplätze bietet die Versteigerungshalle, die meisten waren besetzt, und viele Besucher standen. Sicherlich waren viele dabei, die nicht zum Kaufen oder Verkaufen da waren, sondern um sich nach dem Umzug den neuen Zuchtverband anzuschauen. Mit solch einem Andrang ist also so bald nicht mehr zu rechnen, und damit wohl auch nicht mit derart zugeparkten Wiesen und Straßen. Hinzu kam, dass aufgrund der noch laufenden Bauarbeiten noch nicht alle Parkflächen zur Verfügung stehen. Auch soll künftig die Verkehrsführung auf dem Gelände beim nächsten Mal geändert werden – damit es draußen genauso gut läuft wie in der Halle.     ft

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