Stadtbücherei Penzberg

13.000 Euro für neuen Literaturblog

In der Stadtbücherei unterzeichnet Bürgermeister Stefan Korpan den Fördervertrag. Dabei sind Mitarbeiterin Sandy Schantz (links) und Leiterin Katrin Fügener (rechts).
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Feierlich wurde der Fördervertrag unterzeichnet.

Penzberg – Neues Projekt bei der Penzberger Stadtbücherei: 2021 soll ein Literaturblog im Internet für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Dafür gibt es 13.000 Euro vom Literaturfonds.

Der Förderantrag wurde am 1. August von der Bücherei gestellt. Die Initiative ging von Mitarbeiterin Sandy Schantz aus, wie es beim Pressegespräch hieß. Anlass war, den Blog, der laut Schantz „in seinen Kinderschuhen stecken geblieben ist“, benutzerfreundlich und zeitgemäß zu erneuern. Das Projekt „Literaturblog“ wird von dem deutschen Literaturfonds gefördert. Die 13.000 Euro wurden im Rahmen vom Bundesprogramm „Neustart Kultur“ genehmigt. Den Blog „sollen Kinder- und Jugendliche nutzen können“, erklärte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU), als er den Fördervertrag unterzeichnete. Auch Eltern die auf der Suche nach geeigneter Lektüre sind können davon Gebrauch machen, ergänzte Büchereimitarbeiterin Schantz.

Blog erreichte zu wenig Kinder

„Das ist eine 100-Prozent-Finanzierung. Es gibt keinen Cent von der Stadt dazu“, betonte Büchereileiterin Katrin Fügener. Vor zwei Jahren wurden in dem Internetblog 20 bis 25 Bücher behandelt. Die Seite „erreichte damals zu wenig Kinder“, so Schantz. „Wenn Kinder in ihrer Klasse eh ein Buch vorstellen, kann das über den Bücherblog verschriftlicht werden.“ Das Geld ist unter anderen dafür da, dass ein Medienpädagoge gestellt wird. Dieser würde mit Schülern und Lehrern zusammenarbeiten. Auch Bilder und kleine Videos sollen in den Blogbeiträgen integriert werden.

Austausch über Bücher

Ebenso ist eine Kommentarfunktion geplant, war von der Büchereichefin zu hören. Diese soll die Schüler zum Austausch und zu Diskussionen und Rezensionen über die Bücher anregen. Die Plattform werde aber durch Fachpersonal kontrolliert. „Hate-Speech“ will man so laut Fügener vermeiden. „Die Bücher können von den Klassen, die schon Arbeit geleistet haben, anderen Schulklassen vorgestellt werden“, erklärte Schantz. Dabei können die Kinder auch zeigen, dass sie im Internet „nicht nur daddeln“ sondern auch lernen, wie man Medien sinnvoll einsetzt, ergänzte Fügener. Die 13 000 Euro werden außerdem für den technischen Aufbau und die Gestaltung des Literaturblogs verwendet. Zudem können von dem Geld Bücher angeschafft werden.

Start erst 2021

Die Internetplattform wird allerdings laut Schantz erst im kommenden Jahr 2021 betriebsbereit sein. Starten soll das Penzberger Projekt, so bald eine Schulklasse gefunden ist. Mitmachen können alle Stufen ab der 3. Klasse bis zu den Abiturienten. Es werde eng mit den Schulen zusammengearbeitet, betont Schantz. „Die Schüler brauchen eine Anleitung.“ Und vielleicht wird dieser Literaturblog zu einem späteren Zeitpunkt auch für Erwachsene angeboten.

Viktoria Gray

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