Hoher Schaden an Mietwagen

A95 bei Penzberg: Dreiste Unfallflucht eines Israelis endet am Flughafen

Polizeiauto mit Blaulicht und dem Schriftzug Polizei.
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Die Polizei nahm den Unfallfahrer schließlich am Flughafen München fest (Symbolbild).
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg - Ein hoher Schaden an einem Mietwagen und eine dreiste Unfallflucht: Dafür sorgte ein Israeli auf der A95 bei Penzberg.

Wie die Verkehrspolizei mitteilt, passierte der Unfall am Freitag (23. Juli) gegen 15.30 Uhr im Bereich der Baustelle bei Penzberg. Ein 54-jähriger Mann aus Israel war auf der linken Fahrspur in nördlicher Richtung unterwegs. Dabei kam er mit seinem Audi-Mietwagen kurz nach der Anschlussstelle Penzberg aus unbekannter Ursache leicht auf die rechte Fahrspur und prallte gegen den neben ihm fahrenden VW eines 55-Jährigen aus dem Landkreis Erding. Durch die Kollision beider Fahrzeuge geriet der Audi außer Kontrolle und prallte links gegen die provisorische Fahrbahntrennung. Dabei wurden mehrere Elemente der Abtrennung verschoben.

Disput auf Parkplatz

„Ohne sich um den Unfall beziehungsweise den entstandenen Fremdschaden gekümmert zu haben, setzte der Unfallverursacher einfach seine Fahrt fort“, teilt Helmut Eberl, Dienstgruppenleiter der zuständigen Verkehrspolizei Weilheim mit. „Erst nachdem ihn der Geschädigte verfolgte und immer wieder mit der Lichthupe auf sich aufmerksam machte, hielt der Audi-Fahrer an einem nachfolgenden Parkplatz an.“ Dabei sei es laut Polizei zu „einem regelrechten Disput“ beider Parteien gekommen - weil der Verursacher dem Geschädigten zwar Geld anbot, jedoch seine Personalien verweigerte. „Daraufhin riss der israelische Staatsangehörige einfach die beschädigte Heckstoßstange an seinem Auto herunter, gab an, dass er zum Flughafen müsse und fuhr dann einfach davon“, so der Dienstgruppenleiter..

Festnahme am Flughafen

Letztendlich konnte der Unfallfahrer jedoch durch Beamte am Flughafen München kurz vor dem Abflug vorläufig festgenommen werden. Zuvor hatte er einfach den Mietwagen im Parkhaus abgestellt hatte, statt ihn bei der Mietwagenagentur zurückzugeben. Die verständigte Staatsanwaltschaft ordnete aufgrund des geschilderten Sachverhalts eine sogenannte Sicherheitsleistung im Strafverfahren an, nach deren Bezahlung der Mann wieder entlassen wurde und seinen Rückflug antreten konnte. Während bei dem Unfall am angefahrenen VW ein relativ geringer Schaden von etwa 1500 Euro entstand, gibt die Polizei den Schaden am Mietwagen des Israelis mit immerhin circa 20.000 Euro an.

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