Von den Osterseen ans Nordkap

Nach zwei Amtszeiten: Iffeldorfs Bürgermeister Hubert Kroiß freut sich aufs Wohnmobil

1 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
2 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
3 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
4 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
5 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
6 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.
7 von 7
Nach zwölf Jahren ist jetzt Schluss: Hubert Kroiß nach seiner Wiederwahl im Jahr 2014, mit dem CSU-Granden Thomas Goppel, mit erhobenem Zeigefinger, mit Taucherbrille im Heuhaufen, mit Deichstetter-Gegner Hans Neuber nach dem Bürgerentscheid, mit Mitarbeitern im Rathaus und draußen in der Natur.

Iffeldorf – Nach zwölf Jahren im Amt hätte Bürgermeister Hubert Kroiß noch eine Gemeinderatssitzung abgehalten und sich auf der alljährlichen Bürgerversammlung von den Iffeldorfern gebührend verabschiedet, um bei der Festsitzung Anfang Mai sein Amt dann seinem Nachfolger Hans Lang zu übergeben.

Doch dann kam Corona und auch die heile Welt im beschaulichen Dorf an den Osterseen geriet ins Wanken. „Es macht mich schon ein wenig traurig, dass ich die Bürgerversammlung absagen musste und mich so nicht persönlich verabschieden kann. Da fehlt etwas“, gibt Kroiß zu. Still ist es momentan auch im Rathaus. Kein Publikumsverkehr, keine Besprechungen. Zwei Amtsperioden besetzte der 64-Jährige den Chefsessel im Iffeldorfer Rathaus, lange vor der Kommunalwahl im März hatte er aber schon erklärt, dass er auf eine erneute Kandidatur verzichten werde. 

„Mein Bestreben war nie, Bürgermeister zu werden“

Als waschechter Euracher wuchs Hubert Kroiß im Forsthaus auf Gut Eurach auf. Von seinem Vater Korbinian, der unter Albert Strauß einige Jahre zweiter Bürgermeister war, erbte er nicht nur die Begeisterung für die Natur, sondern dieser legte auch den Grundstein für das Interesse des Buben an Politik und Vereinsleben. „Mit zehn Jahren kam ich zum Schützenverein“, erzählt Kroiß, „ich war bei der Feuerwehr aktiv und politisch bei der Jungen Union.“ Vor 30 Jahren zog Hubert Kroiß dann für die CSU in den Gemeinderat ein. „Mein Bestreben war nie, Bürgermeister zu werden, weil für mich nicht infrage kam, meinen Beruf als Förster aufzugeben“, so Kroiß. Der damalige Vizebürgermeister Eduard Kästele ließ allerdings nicht locker und überzeugte den zweifachen Familienvater schließlich, sich zur Wahl als Nachfolger von Albert Strauß zu stellen. 2008 wurde Hubert Kroiß ohne Gegenkandidaten mit 94 Prozent der Stimmen zum ersten Bürgermeister gewählt. Die Wiederwahl im Jahr 2014 gestaltete sich erheblich spannender, denn Kroiß setzte sich mit 52,6 Prozent nur knapp gegen seinen nunmehrigen Nachfolger Hans Lang durch. 

Förster und Bürgermeister

„Am Anfang konnte ich beide Tätigkeiten gut unter einen Hut bringen. Ich ging morgens ins Rathaus und kümmerte mich den Rest des Tages um die Forstgeschichten“, erinnert sich Kroiß. Doch dann fegte Sturmtief Niklas über Bayern hinweg und hinterließ einen immensen Schaden. Von da an wechselten sich Sturm- und Käferschäden ab und die Arbeit als Förster und Bürgermeister verlangte Hubert Kroiß einiges ab. „Das Arbeitspensum ist auch im Rathaus in den vergangenen fünf Jahren immer weiter gestiegen. Ich bin überzeugt, dass es in den nächsten Jahren nicht mehr ehrenamtlich neben dem Beruf zu bewältigen sein wird“, betont Kroiß. 

Herzensprojekte

Mit Stolz blickt er auf einige Höhepunkte seiner Amtszeit zurück. „Was für Albert Strauß das Gemeindezentrum war, ist für mich das Deich­stetterhaus“, lacht Kroiß. Die Gemeinde erbte das Haus 2011, in einem spannenden Bürgerentscheid im November 2014 wurden Umbau und der Einzug des Rathauses beschlossen. „Ich sah von Anfang an großes Potenzial in diesem Gebäude. Deshalb war es für mich völlig unverständlich, als uns hier Steine in den Weg gelegt wurden“, blickt er zurück. Aber auch das macht ihn stolz: „In meiner Amtszeit haben wir rund 18 Millionen Euro in unser Dorf investiert.“ Sein zweites Herzensprojekt war der Neubau des Feuerwehrhauses. Kroiß selbst fungierte zwölf Jahre, bis 2003, als Kommandant. „Immer wenn ich daran vorbeikomme, freue ich mich“, gesteht er. 

Stolz auf das Gesamtpaket Iffeldorf

Hinter all den Vorzeigeprojekten, darunter auch der anstehende Neubau eines Mehrfamilienhauses neben dem Rathaus, stehen aber die vielen Pflichtaufgaben eines Rathauschefs, die dem Bürger nicht immer direkt ins Auge fallen. So sind die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung, die in den vergangenen Jahren für rund eine Million Euro erneuert und ausgebaut wurden, wichtige Projekte. „Wir halten es immer für selbstverständlich, dass wir den Hahn aufdrehen und frisches Wasser rauskommt oder die Toilettenspülung funktioniert. Doch, wenn hier eine Erhöhung der Gebühren ansteht, ächzen die Bürger. Bei anderen Dingen sitzt das Geld dagegen oft einmal viel lockerer“, resümiert Kroiß. Für einen Sparfuchs wie ihn ist das nicht immer verständlich gewesen, gibt er zu. Stolz ist er jedoch auf das Gesamtpaket Iffeldorf. Bis heute sei es gelungen, „den Dorfcharakter zu bewahren, die Traditionen am Leben zu halten und mit der Natur so weit wie möglich im Einklang zu leben“. 

In gemütlichem Tempo ans Nordkap

Vor gut einem Jahr ist Hubert Kroiß nun doch noch vom Euracher zum Iffeldorfer geworden, denn seitdem hat sein Sohn den Försterposten inne und wohnt folglich auch im Forsthaus. Kroiß selbst richtete das Elternhaus in Iffeldorf her und wohnt hier nun seit einem Jahr mit Frau Christa, seiner Tochter, deren Mann und den zwei Enkeln. „Opa sein ist super!“, schwärmt er. Über seine Zukunft macht sich der 64-Jährige jedenfalls keine Sorgen. „Ich genieße die freie Zeit, ich liebe das Radfahren inzwischen mit E-Bike“, grinst er. Außerdem trifft man ihn schon mal beim Angeln auf dem Ostersee, und auch zur Jagd zieht es ihn noch immer. Und: Vor drei Jahren hat sich das Ehepaar Kroiß ein eigenes Wohnmobil geleistet, das nun auf die große Tour wartet. Wegen der Corona-Beschränkungen wird es wohl noch etwas dauern, doch die Traumtour ist zumindest schon ausgetüftelt: Von Südspanien bis zum Nordkap soll es gehen und alles in gemütlichem Tempo. „Darauf freuen wir uns sehr“, strahlt Hubert Kroiß. au

Auch interessant

Meistgelesen

Der Projektentwickler Küblböck erntet nichts als Lob für seine Edeka-Pläne
Der Projektentwickler Küblböck erntet nichts als Lob für seine Edeka-Pläne
Keine Aussicht auf Erfolg: Petition gegen Abriss des Verstärkeramtes zurückgezogen
Keine Aussicht auf Erfolg: Petition gegen Abriss des Verstärkeramtes zurückgezogen
Wangenknochen und Jochbein gebrochen: Unbekannter schlägt Penzberger ins Gesicht
Wangenknochen und Jochbein gebrochen: Unbekannter schlägt Penzberger ins Gesicht
Mann verliert auf der A95 bei Tempo 180 die Kontrolle über sein Fahrzeug
Mann verliert auf der A95 bei Tempo 180 die Kontrolle über sein Fahrzeug

Kommentare