Etwas anderer Maskenkauf in Garmisch

Alarm in Tankstelle: Fahrer mit Sturmhaube löst Polizeieinsatz aus

region-polizei-sturmhaube
+
Die Zivilfahnder trauten ihren Augen nicht, als sie mitten in Garmisch einen Autofahrer mit einer Sturmhaube (Symbolbild) sahen.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
    schließen

Region - Ein Autofahrer mit Sturmhaube löst in Garmisch einen Polizeieinsatz aus. Zivilfahnder greifen in einer Tankstelle ein. Am Ende ist alles harmlos.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag (11. Januar) gegen 8.45 Uhr in Garmisch-Partenkirchen. Eine Streifenbesatzung der Grenzpolizeiinspektion Murnau konnte „ihren Augen kaum trauen“, so stellvertretender Dienststellenleiter Henning Stünkel: An der Münchner Straße kam den Polizisten eine hoch motorisierte Luxuslimousine entgegen, dessen Fahrer mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert war. „Wie bei einem Verbrecher lugte nur das Augenpaar durch zwei schmale Sehschlitze“, so Stünkel.

„Eindruck eines Schwerverbrechers“

Durch sein Aussehen habe der Fahrer „den Eindruck eines Schwerverbrechers“ vermittelt. Außerdem erinnerte er an einen Tankstellenüberfall vom Wochenende in Garmisch. Die beiden Fahnder wendeten ihren Streifenwagen sofort und nahmen mit erhöhter Geschwindigkeit die Verfolgung auf. Sie konnten das silberne Fahrzeug mit Münchner Kennzeichen noch sehen, wie es in eine nahegelegene Tankstelle einbog und abseits der Zapfsäulen parkte. Ohne zu tanken betrat der Maskierte das Tankstellengebäude - bevor ihn die Schleierfahnder ansprechen konnten.

Nur Ersatz für FFP2-Maske

Augenblicklich wurde die Einsatzzentrale verständigt. Weil die beiden Beamten in Zivil unterwegs und somit nicht als Polizeibeamte erkennbar waren, gingen sie dem Mann hinterher. Die Polizisten beobachteten, dass der Maskierte sogar hinter die Theke ging und in das Regal griff. Mit „geschärften Sinnen und der Hand an ihren Waffen“, wie es es von der Grenzpolizei heißt, sprachen die Kollegen den Mann lautstark an. Wie sich dann herausstellte, diente dem 40-Jährigen die Sturmhaube nur als Ersatz für eine FFP2-Maske. Diese hatte er zuhause vergessen. Er hatte nur vor, eine neue Maske zu kaufen weil er ohne diese nicht zum Skifahren hätte gehen können.

Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit

Warum der 40-Jährige allerdings bereits während der Fahrt die Sturmhaube über sein Gesicht zog, „konnte er nicht schlüssig erklären“, so die Polizei. Einsichtig sei der Mann er allerdings laut Stünkel dahin gehend gewesen, „dass sein maskiertes Auftreten unbesonnen und achtlos war und eine gewisse Panik hätte verursachen können“. Als Entschuldigung gab der 40-Jährige an, dass er die Kassiererin beruhigt hätte mit den Worten, dies sei kein Überfall. Allerdings handelte sich der Maskierte eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit ein. 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Neuer Kreisbrandmeister: Christoph Goßlau für Heilbrunner Bereich zuständig
Penzberg
Neuer Kreisbrandmeister: Christoph Goßlau für Heilbrunner Bereich zuständig
Neuer Kreisbrandmeister: Christoph Goßlau für Heilbrunner Bereich zuständig
Peter Reßl führt ab sofort Benediktbeurer Metzgerei
Penzberg
Peter Reßl führt ab sofort Benediktbeurer Metzgerei
Peter Reßl führt ab sofort Benediktbeurer Metzgerei
Corona in der Region: Inzidenzwert in Weilheim-Schongau steigt auf 852,8
Penzberg
Corona in der Region: Inzidenzwert in Weilheim-Schongau steigt auf 852,8
Corona in der Region: Inzidenzwert in Weilheim-Schongau steigt auf 852,8
Penzberger FDP plant Antrag: Innovationsquartier in alter Bücherei
Penzberg
Penzberger FDP plant Antrag: Innovationsquartier in alter Bücherei
Penzberger FDP plant Antrag: Innovationsquartier in alter Bücherei

Kommentare