Ort für Penzberger Vereine

Alter Schlachthof: Denkmalverein will mit Bürgerantrag Abriss verhindern

Penzberg alter Schlachthof Karlstraße Abriss Parkplätze Denkmalverein Bürgerantrag Vereine
+
Um die Zukunft des alten Schlachthofs an der Karlstraße wird gerungen.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
    schließen

Penzberg - Der Penzberger Denkmalverein will mit einem Bürgerantrag den Abriss des alten Schlachthofs verhindern. Der Stadtrat wird sich damit am Dienstag (26. Januar) befassen.

  • Abriss des Schlachthofs beschäftigt nochmal Stadtrat.
  • Denkmalverein will Gebäude erhalten.
  • Schlachthof soll Ort für Vereine werden.

Der Bauausschuss hatte zuletzt am Dienstag (19. Januar) einstimmig an dem Abriss des Gebäudes an der Karlstraße festgehalten. Zuvor hatte es einen Ortstermin, auch mit Vertretern des Denkmalvereins, gegeben. Nun legt dieser nach: Vereinschef Max Kapfer hat einen Bürgerantrag eingereicht. Kapfer fordert, den geplanten Abriss zu stoppen. Zugleich soll der neue Ehrenamtsförderer der Stadt, Thomas Kapfer-Arrington, bei den örtlichen Vereinen abfragen, ob an der Karlstraße ein Ort für die Vereine entstehen könnte. Kapfer begründet seinen Vorschlag mit dem zunehmenden Platzbedarf der Vereine. Ein Neubau könnte zwar Abhilfe schaffen, sei aber „gerade auch unter pandemiebedingten Sparzwängen“ nicht in Sichtweite. Stattdessen will der Denkmalverein den alten Schlachthof samt dem Grundstück für die Vereine nutzen. Die für den Abriss und die provisorischen Parkplätze reservierten Gelder sollen für die Sanierung des alten Gebäudes zur Verfügung gestellt werden, so Kapfer. „Früher war der Schlachthof als Ort der Versorgung mit Lebensmitteln systemrelevant“, schreibt der Vorsitzende in seinem Antrag. Die gewünschte Nutzung des Schlachthofs sei in jetziger Zeit ein Zeichen des „sozialen Zusammenhalts“ der Stadtgemeinschaft. Es wäre zudem „ein sichtbares Zeichen für die Rückbesinnung auf Werte, die uns die Pandemie neu zu Bewusstsein gebracht hat: Solidarität und Gemeinschaft“, heißt es im Antrag weiter.

170 Unterschriften nötig

Bei dem Antrag handelt es sich allerdings aus Sicht der Verwaltung „noch um keinen formell korrekten Bürgerantrag“, so Rathausgeschäftsführer Roman Reis. Dafür müssen formale Bedingungen erfüllt werden. Unter anderem sind 170 Unterschriften (ein Prozent der Penzberger Einwohner) von Unterstützern erforderlich. Die Verwaltung schlägt für die Sitzung allerdings vor, dass der Stadtrat das Ansinnen behandelt. Die Ausschreibungen für die Abrissarbeiten könnten bald rausgeschickt werden. Im Rathaus sieht man jedoch kein Problem damit, das Abrissverfahren auszusetzen und dem Antragsteller eine Frist einzuräumen, um einen korrekten Bürgerantrag einzureichen. Termin könnte bis zur nächsten Stadtratssitzung am 23. Februar sein.. Andreas Baar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bad Heilbrunn: SV fehlt die Cleverness - deshalb gibt es eine Heimpleite
Penzberg
Bad Heilbrunn: SV fehlt die Cleverness - deshalb gibt es eine Heimpleite
Bad Heilbrunn: SV fehlt die Cleverness - deshalb gibt es eine Heimpleite
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Penzberg
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
EDEKA-Markt Iffeldorf in neuen Händen
Corona: Neun neue Fälle in Weilheim-Schongau - 246 neue Erstimpfungen
Penzberg
Corona: Neun neue Fälle in Weilheim-Schongau - 246 neue Erstimpfungen
Corona: Neun neue Fälle in Weilheim-Schongau - 246 neue Erstimpfungen
Penzberg: Stadt bietet im Ferienprogramm heuer 80 Veranstaltungen an
Penzberg
Penzberg: Stadt bietet im Ferienprogramm heuer 80 Veranstaltungen an
Penzberg: Stadt bietet im Ferienprogramm heuer 80 Veranstaltungen an

Kommentare