1,8 Kilometer an der Staatsstraße

Antdorf: Endlich Startschuss für Geh- und Radweg nach Iffeldorf

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Der Geh- und Radweg beginnt am Ortsausgang von Antdorf und führt entlang der Staatsstraße nach Iffeldorf.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Antdorf – Aufatmen in Antdorf und Iffeldorf: Der Bau des Geh- und Radwegs zwischen den beiden Gemeinden hat endlich begonnen.

Im Antdorfer Rathaus sitzt Klaus Kostalek und ist einfach nur „sehr glücklich“. Denn der Bürgermeister kann in seinem Dorf auf eine neue Baustelle blicken, die sehnlichst erwartet wurde. Am Ortsausgang in Richtung Iffeldorf hat das Staatliche Bauamt Weilheim entlang der Staatsstraße 2038 mit dem Bau des Geh- und Radwegs in das benachbarte Iffeldorf begonnen. Ein Projekt, das lange gewünscht war, dessen Pläne fertig in der Schublade lagen, auch die Grundstücke waren nach schwierigen Verhandlungen endlich unter Dach und Fach – aber das im vergangenen Jahr wegen des Naturschutzes auf Eis gelegt werden musste. Der Spatenstich wurde erstmal verschoben. Problem waren die streng geschützten Zauneidechsen, die sich in den Wiesen entlang der Ostseite der Straße niedergelassen haben. Ausgerechnet da, wo die Trasse verlaufen soll.

„Ersatzhabitate“ für Eidechsen

Mittlerweile wurde eine Lösung gefunden, wie Andreas Lenker, im Staatlichen Bauamt für die Landkreisstraßen zuständig, mitteilt. „Es wurden bereits vorab auf der gesamten Strecke in den betroffenen Bereich Amphibienschutzzäune aufgestellt. Zusätzlich wurden bereits die ersten Ersatzhabitate für die Eidechsen gebaut“, so Lenker auf Rundschau-Nachfrage. Die Ausgleichsmaßnahmen würden in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden umgesetzt.

Kosten bei 500.000 Euro

Der Freistaat nimmt für das etwa 1,8 Kilometer lange Bauprojekt rund 500.000 Euro in die Hand. Für die Investition gibt es einen kombinierten und asphaltierten Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern– in Richtung Iffeldorf auf der rechten Seite der Staatsstraße. Im Regelfall kommt zwischen den Weg und der Straße ein circa zwei Meter breiter Grünstreifen, ist vom Staatlichen Bauamt zu erfahren. Ausnahme: „Bei besonderen Eidechsenhabitaten oder auch bei Bäumen“, so Bauamtsvertreter Lenker. „Die Fertigstellung des Weges ist bis Ende Juli geplant“, ergänzt er. Die beiden Gemeinden übernehmen laut Lenker jeweils auf Kosten des Freistaats Bayern den Unterhalt und auch den Winterdienst auf dem Weg.

Vorerst bleibt aber eine Lücke

Doch die Trasse wird nicht in einem Aufwasch errichtet. Wie Lenker mitteilt, bleibt vorerst relativ in der Mitte zwischen den beiden Gemeinden eine knapp 100 Meter lange Lücke. Diese könne im Moment nicht bebaut werden. Grund sind wieder die Amphibien, heißt es vom Vertreter des Staatlichen Bauamts: „Erst nach erfolgreicher Ansiedlung der Eidechsen in den neuen Ersatzhabitaten kann auch hier mit dem Bau begonnen werden.“ Nichtsdestotrotz ist man in den Rathäusern zufrieden, dass die Arbeiter samt schwerem Gerät angerückt sind. „Ich bin froh, dass es losgeht“, sagt Iffeldorfs Bürgermeister Hans Lang (SPD). Er hatte im jüngsten Gemeinderat vom Beginn der Arbeiten berichtet. Die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer sei ganz wichtig, betont ein paar Kilometer weiter der Antdorfer Amtskollege Kostalek mit Blick auf die verbesserte Verkehrssicherheit. Schließlich müssen auch viele heimische Kinder im Schulverband nach Iffeldorf kommen. Kostalek: „Die radeln dann auf der sicheren Seite.“

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