So feiern „D´Waxnstoana“

Antdorfer Festwoche klang mit Gottesdienst und Umzug aus

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Eine ganze Woche lang feierte der Antdorfer Trachtenverein „D´Waxnstoana“ sein hundertjähriges Bestehen. Am Sonntag endeten die Feiern mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel, bei dem Pfarrer Peter Seidel die neue Fahne weihte. Am Nachmittag zogen die Trachtler durchs Dorf, begleitet von knapp dreitausend Mitgliedern benachbarter Trachtenvereine.

Die Dorfstraße säumten bei fast zu heißem Wetter hunderte Antdorfer, Nachbarn und Schaulustige. Anwohner hatten Tische und Bänke aufgestellt. Sie konnten es sich unter Sonnenschirmen oder Schattenspendenden Bäumen gemütlich machen. Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Klaus Kostalek mussten zumindest nicht zu Fuß dem Tross folgen. Sie reihten sich per Pferdekutsche in den Festzug ein.

Allein von den Mitgliedern aus 35 Trachtenvereinen aus dem Umland lagen D´Waxnstoana-Chef Andreas Huber 2.700 Anmeldungen vor. Es wurde ein schier endloser Zug vom Festzelt, die Dorfstraße rauf zum Sportplatz und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Angeführt wurde er von drei Pferdestärken, unmittelbar hinter ihm der junge Antdorfer Benedikt, der als Taferlbua stolz das Schild seines Vereins vorantrug. Er wurde begleitet von Huber mit seinem Nachwuchs, gefolgt von den Abordnungen aller Loisachgau-Vereine. Angehörige anderer befreundeter Trachtenvereine marschierten ebenso mit wie viele Ortsvereine, so etwa die Veteranen, Schützen oder der Gartenbauverein. Begleitet von lautstarken, rhythmischen Trommelschlägen zogen sie durchs Dorf.

„So was sieht man bei uns nicht alle Tage“, sagte eine Antdorferin, die sich wie viele andere am Straßenrand platziert hatte. Manche verfolgten den nicht enden wollenden Zug hinter einem mit blau-weißen Fähnchen geschmückten Gartenzaun. Andere genossen den Anblick bei Kaffee und Kuchen und so manchem Bier im heimischen Garten.

Antdorfer Festwoche: Impressionen

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Mit dem Festumzug klang eine Woche gefeierten Brauchtums aus. Ob Fingerhakln-Meisterschaft, Weltrekord im Schuhplattln, Musikkabarett oder Podiumsdiskussion im Festzelt: Zur Krönung des Feiermarathons durfte der geistliche Segen nicht fehlen. Unter freiem Himmel fand am Sonntagvormittag ein Gottesdienst mit dem Habacher Pfarrer Peter Seidel statt. Das Wetter meinte es so gut mit den Gottesdienstteilnehmern, dass froh der war, der Zuflucht im Schatten finden konnte. Seidel weihte die neue Vereinsfahne des Antdorfer Trachtenvereins ebenso ein wie die neuen Fahnenbänder. Die entstammen übrigens einer Tradition der Preussischen Armee im 19. Jahrhundert. Vielleicht, weil später auch andere Armeen des Deutschen Reiches sowie Österreich-Ungarn diesen Brauch übernahmen, ist er im süddeutschen Raum hängengeblieben.

Die Antdorfer Festwoche wird Ihnen präsentiert von:

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