Tempo 30 auf kurzer Distanz

Penzberg Miteinander will die Verkehrssicherheit erhöhen

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An zahlreichen Stellen in der Stadt soll es an und auf der Straße sicherer werden, unter anderem an der Einmündung zur Ahlener Straße nahe dem ESV-Platz,...
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...am Schlossbichl beim Krankenhaus...
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...sowie an Realschule und Gymnasium.

Penzberg – Die neu im Stadtrat vertretene Liste Penzberg Miteinander drückt auf die Bremse: In ihrem allerersten Antrag fordern Vizebürgermeister Markus Bocksberger und seine drei Fraktionskollegen Anette Völker-Rasor, Ute Frohwein-Sendl und Martin Janner nun ein Tempolimit vor Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen und sozialen Einrichtungen. Sie beziehen sich dabei auf eine im Mai 2017 vom Bundesverkehrsministerium erlassene Verwaltungsvorschrift, mit der die Straßenverkehrsordnung genau für solche Fälle geändert und die Einführung von Tempo-30-Zonen ermöglicht wurde.

„Wir haben im Augenblick im gesamten Stadtgebiet sehr viele Baustellen, mit denen Penzberg bezüglich Wasser, Energie und Kommunikation auf den neuesten Stand zu bringen ist. Das ist ein idealer Zeitpunkt, um auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu überdenken“, begründet Bocksberger den Vorstoß von Penzberg Miteinander. Gemäß dem Antrag soll die Stadtverwaltung beim Weilheimer Landratsamt die seit Mai 2017 von Berlin ermöglichte „streckenbezogene Temporeduzierung“ beantragen. „Damit werden diejenigen Bildungs- und Senioreneinrichtungen, die einen direkten Ausgang auf eine Staatsstraße haben, durch eine Verkehrsberuhigung geschützt, wobei auf einer Strecke von 300 Metern Tempo 30 angeordnet wird“, heißt es in dem Antrag. Davon betroffen wären im Falle einer Zustimmung der Kreisbehörde neben Realschule und Gymnasium an der Karlstraße, die Montessori-Schule und das Seniorenheim „Steigenberger Hof“ an der Seeshaupter Straße mitsamt der Altenpflegeschule sowie das Montessori-Kinderhaus an der Grube. Doch damit nicht genug, denn Bocksberger & Co. wollen dem Stadtrat auch die Zustimmung dafür abringen, dass auf allen städtischen Straßen, an denen wichtige „soziale Anlaufstationen“ liegen, ebenfalls Tempo 30 auf einem 300 Meter langen Teilstück eingeführt wird. Hier hat Penzberg Miteinander den Heilpädagogischen Hort an der Ludwig-März-Straße, den evangelischen Kindergarten und das Krankenhaus am Schlossbichl sowie die in Planung befindliche Kindertagesstätte an der Nonnenwaldstraße im Blick. 

Eine Tempo-30-Zone soll außerdem im Umfeld des ESV-Sportgeländes zwischen Heiglhof und dem Friedhof eingerichtet werden. „Im Bereich des ESV-Platzes besteht eine konkrete Gefahrenlage, die sich durch den geringen Abstand zwischen rückwärts ausparkenden Autos und Fahrbahn ergibt. Außerdem gibt es eine gefährliche Fahrbahnverengung im Bereich der Kurve zwischen dem ESV-Platz und der Einmündung der Ahlener Straße“, führen die vier Stadträte in ihrem an Bürgermeister Stefan Korpan gerichteten Schreiben aus. 

Und schließlich soll die Stadtverwaltung auch noch damit betraut werden, „die Gefährdungssituation im Bereich der Einmündung der Staatsstraße Reindl in den Daserweg durch verkehrsberuhigende Maßnahmen zu entschärfen“. Betroffen davon: das Spatzennest und der städtische Kindergarten. Was die Situation in Reindl und um den ESV-Platz betrifft, so verweist der Antrag darauf, dass sich hier wie dort unter den vielen Fußgängern und Radfahrern, die dort unterwegs sind, eine sehr große Anzahl an Kinder und Jugendlichen befindet, weshalb der Verkehrssicherheit in diesen Bereich ein besonderes Augenmerk zu widmen sei. la

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