Eine kleine Straße ist zu wenig

Nonnenwaldstadion soll nach Karl Wald, dem Erfinder des Elfmeterschießens, benannt werden

Ein Stadion für Karl Wald: Ex-Stadtrat Nikolaus Lutz hat diese charmante Idee.

Penzberg – Karl Wald, der Schiedsrichter, der vor 50 Jahren das Elfmeterschießen im Fußball quasi erfunden hat, soll zu der ihm gewidmeten Straße jetzt auch noch ein ganzes Sportstadion erhalten: Der ehemalige Stadtrat Nikolaus Lutz hat dieser Tage einen Antrag im Rathaus eingereicht, der zum Ziel hat, das Nonnenwaldstadion nach Karl Wald zu benennen.

Seit das Museum Penzberg in der Ausstellung „Rasenglück“ die Geschichte des Elfmeterschießens thematisiert, ist Karl Wald wieder in aller Munde. Im Jahr 1970 hatte dieser auf einem Verbandstag des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) vorgeschlagen, Spiele, die auch nach einer Verlängerung keinen Sieger gefunden haben, durch ein Elfmeterschießen zu einer Entscheidung zu bringen: „Nur so kann es doch einen einwandfreien sportlichen Sieger geben“, hatte er gegen das bis dahin übliche Losverfahren argumentiert. Sein Antrag wurde vom BFV letztlich angenommen, wenige Jahre später erkannte auch der Fußball-Weltverband FIFA das Elfmeterschießen an. Dass dies jetzt genau 50 Jahre zurückliegt, ist für Nikolaus Lutz ein willkommener Anlass, um Wald entsprechend zu ehren. „Viele Penzber­ger sind wie ich der Ansicht, dass in Würdigung der Persönlichkeit und der Verdienste von Karl Wald eine weitergehende Ehrung seiner Person durch die Stadt Penzberg durchaus angebracht sei und sich dies nicht nur auf die Namensgebung der Zufahrtstraße zum Sportstadion an der Nonnenwaldstraße beschränken sollte“, schreibt Lutz in seinem Antrag. 

Noch muss der Stadtrat über diesen Vorstoß beraten und schließlich abstimmen, Bürgermeister Stefan Korpan aber hat schon mal Zustimmung signalisiert. „Das ist ein so schöner Antrag, dass man ihn gar nicht ablehnen kann“, sagte er. la

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