Der finale Akt

Stadtmarketing spendet all ihre Finanzen der Tafel

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Georg Summerer, Rainer Reese, Georg Lechermann (vorne von links) und Renate Richter (rechts) spendeten den Restfonds der Stadtmarketing-Genossenschaft der Tafel, sehr zur Freude von Werner Gölz (2. von rechts), Ursula Floßmann und Christine Geiger (hinten von rechts).

Penzberg – Da stehen Rainer Reese, Georg Lechermann, Georg Summerer und Renate Richter nun. Die vier, die einst zur Spitze der Stadtmarketing-Genossenschaft zählten, sind im Büro der Tafel noch einmal zusammengekommen, um die Finanzen der Genossenschaft einem sinnvollen Zweck zuzuführen.

Nein, die Auflösung der Genossenschaft vor einigen Monaten bedeute keineswegs, dass die Arbeit der Mitglieder umsonst war. Das stellen Reese, Lechermann, Summerer und Richter klar, als sie mit dem symbolischen Großformatscheck im Büro von Werner Gölz, Ursula Floßmann und Christine Geiger, den Leitern der Penzberger Tafel, stehen. Was nach der Auflösung übrig geblieben ist, liest sich auf besagtem Papier: 1.025 Euro. Die Übergabe der letzten Finanzen sei nun der „finale Akt“, wie es Summerer, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft, formuliert. Doch keineswegs bitter blickt Lechermann, der einstige Vorsitzende, bei diesem Satz drein: Die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder, die sich in Märkten, Arbeitsgruppen und Umfragen niederschlug, sei „der richtige Anstoß“ gewesen. Mittlerweile seien unter anderem „Gebäude ertüchtigt“ worden und auch „harte Nüsse, die nicht mitziehen wollten“, geknackt worden, resümiert Reese. Die Stadt „hat an Attraktivität gewonnen“, pflichtet ihm Lechermann bei. 

Die Tafel hat dagegen nun an Finanzen gewonnen. Zumindest für eine kurze Zeit. Denn sie, die immerzu auf Spenden angewiesen ist, wird das Geld wohl rasch wieder ausgeben, für laufende Kosten. Das Leitungsteam freut sich über den Geldsegen, noch ein wenig mehr würde es sich aber vermutlich über konstantere Unterstützung freuen, also Helfer, die regelmäßig und zu festen Zeiten da sind. Zwar habe die Tafel rund 80 Mitarbeiter, doch die unterstützen oftmals in einem recht unregelmäßigen Rhythmus, was „viel Flexibilität“ vom Leitungsteam abverlange, wie Christine Geiger betont. Viele der Helfer seien darüber hinaus von Anfang an, also seit Mai 2005, dabei, und nicht selten jenseits der 70 oder 80. „Der junge Nachwuchs kommt nicht nach“, bedauert Werner Gölz und meint damit keineswegs Jugendliche und junge Erwachsene, sondern die Generation 65 plus. Diese könnte eine große Hilfe bei der Versorgung von rund 150 Personen in der Stadt sein. Eine Zahl, die nach nicht viel klingen mag, doch wenn regelmäßig Unterstützung fehlt, nicht leicht zu betreuen ist. ra

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