Es wird weniger

Beim Ramadama in Penzberg sind so viele Helfer wie schon lange nicht mehr im Einsatz

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Ganz schön viel hatte sich angesammelt, im Vergleich zu den Vorjahren war die Menge aber deutlich geringer.

Penzberg – Rostige Räder, verlebte Holzstühle und sogar ausrangierte Skibretter tummelten sich da auf dem Müllberg, den die fleißigen Helfer, doppelt so viele als im vergangenen Jahr, beim Penzberger Ramadama zusammensammelten und auftürmten.

Penzberg wird sauberer: Diese erfreuliche Erkenntnis ergibt sich aus dem diesjährigen Ramadama. Und die zweite gute Nachricht: Immer mehr Menschen ist es wichtig, in einer sauberen Stadt zu wohnen. Denn 160 Kinder sowie 40 Erwachsene nahmen an der großen Aufräumaktion am vergangenen Samstag teil, das sind doppelt so viele als noch im vergangenen Jahr. 

Da reichten glatt die bereitgestellten Handschuhe nicht mehr: Frühmorgens staunten die Organisatoren am Bauhof nicht schlecht, als eine große Menschenmenge zur Einteilung auf die Stadtgebiete wartete. Mit dabei wieder zahlreiche Verbände und Organisationen, etwa die Jugendfeuerwehr, der Fische­reiverein, die Fischer vom Hubersee aber auch zahlreiche Gymnasiasten, die ihr Engagement als Einlöse für die Fridays-for-future-Demonstrationen sahen. Ausgerüstet mit Mülltüten und Handschuhen wurde gesammelt, was im Laufe eines Jahres achtlos weggeworfen oder mutwillig wild entsorgt wurde. 

Sarina (7) und Samira (8) von den Waldfüchsen des Alpenvereins fanden dabei einen alten Hut und zwölf Schachteln Zigaretten. Spaß habe es allemal gemacht, stellten sie nach ihrer Rückkehr fest. Dabei blickten sie beeindruckt auf den großen Müllberg, der sich zwischenzeitlich angesammelt hatte. 

Auch Bauhofleiter Christian Eberl war nach dem Ramadama zufrieden: „Es hat schon lange nicht mehr so schön ausgesehen in Penzberg.“ Und Bürgermeisterin Elke Zehetner lobte das Umweltverhalten der Penzberger: „Das Müllverhalten wird von Jahr zu Jahr besser.“ Dabei vergaß sie nicht auf das Engagement der Grundschulen hinzuweisen, die bereits in den Tagen zuvor ihr Gelände gesäubert hatten. 

Dario (7) und Alba (10) waren dennoch noch einmal ausgerückt. Dass ausgerechnet an einem Spielplatz unzählige noch halbvolle Bier- und Schnapsflaschen gefunden wurden, ärgerte sie. Jetzt ist das Areal wieder sauber. „Das Ramadama war gut für die Umwelt“, fassten die Kinder zusammen und freuten sich auf die Brotzeit. Verdient hatten sie sich diese allemal. arr

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