Entscheidung im Rathaus

Aus für „Eismärchen“: Penzberg sagt Stadtplatz-Event wegen Corona endgültig ab

Ein Plastikspielgeräte steht in Penzberg bei „Hannis Eismärchen“ auf der Eisfläche am Stadtplatz.
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Die Stadt hat das „Eismärchen“ endgültig abgesagt.

Penzberg – Die Stadt Penzberg hat „Hannis Eismärchen“ endgültig abgesagt. Das Schlittschuhvergnügen hätte vom 30. Januar bis 28. Februar auf dem Stadtplatz stattfinden sollen. Doch die Corona-Lage machte einen Strich durch die Rechnung.

Der Beschluss zur Absage reifte bereits am Montag, 4. Januar. Entsprechende Andeutungen waren an diesem Tag aus dem Rathaus zu vernehmen. Eigentlich wollten die Zuständigen in der Verwaltung erst am 10. Januar definitiv über das „Eismärchen“ befinden, doch dann zeigte die aktuelle Corona-Entwicklung eines klar: Großveranstaltungen in dieser Form sind weiterhin nicht machbar. Auch unter dem Eindruck der bevorstehenden Lockdwon-Verlängerung über den 10. Januar hinaus sowie den diskutierten Verschärfungen entschloss sich Penzbergs Stadtverwaltung zum schnellen Handeln – und sagte am Dienstag, 5. Januar, das eisige Vergnügen am Nachmittag offiziell ganz ab. „Es macht keinen Sinn, noch länger zu warten“, sagte Rathaussprecher Thomas Sendl unmittelbar danach der Rundschau. Zudem haben man den beteiligten Unternehmen – für den Eisbetrieb ist wie in den Vorjahren eine österreichische Spezialfirma zuständig – früh Bescheid geben wollen.

Soziale Kontakte einschränken

„Der aktuell geltende Lockdown sowie die derzeitigen Corona-Fallzahlen im Landkreis Weilheim-Schongau lassen eine Durchführung der Veranstaltung nicht zu“, teilte Sendl später per Pressemitteilung mit. Die Einschränkung der sozialen Kontakte sei das Gebot der Stunde. Wie Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) betonte, stehe bei allen Entscheidungen die Gesundheit der Bürger an erster Stelle.

Schon mal verschoben

Damit endet ein wochenlanges Geduldspiel um das „Eismärchen“. Im vergangenen September hatte der Verwaltungsausschuss einstimmig beschlossen: „Hannis Eismärchen“ sollte vom 5. Dezember bis 10. Januar in seine 7. Auflage gehen. Das Sicherheits- und Hygienekonzept mit dem Verzicht auf Eisdisco und Livemusik – vorgelegt von Thomas Sendl, im Rathaus auch für Kulturveranstaltungen zuständig – fand Anerkennung. Doch dann verschärfte sich die Corona-Krise und die Stadt verschob im November die Großveranstaltung auf den Jahresbeginn 2021.

„Corona-Passus“ in Verträgen

Bei der jetzigen Absage bleibt die Kommune immerhin nicht auf hohen Kosten sitzen, so Organisator Sendl auf Nachfrage. Der Kulturamtschef hatte eh ein Minus von rund 90.000 Euro eingeplant – 80.000 Euro an Einnahmen hätten 170.000 Euro an Ausgaben gegenübergestanden. In die Verträge sei „ein Corona-Passus eingebaut worden“, so Sendl. Die Stadt kam deshalb aus den Vereinbarungen raus. Lediglich die Auslagen für den Transport der Eisflächen bleiben hängen: Die Lieferfirma „mussten wir frühzeitig bestellen“, sagt er. Sendl spricht von rund 5000 Euro an Kosten. Die Verwaltung hofft nun, dass das „Eismärchen“ im kommenden Dezember wieder regulär starten kann. Allerdings: Sollten wegen Corona derartige Events immer noch untersagt sein, „werden wir das auch nicht tun“, kündigt Kulturchef Sendl vorsorglich an. Andreas Baar

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