Ungewöhnliche Tierrettung

Ausbruch bei Iffeldorf: Rinder reif für die Insel

Polizei ausgebrochene Kühe in Iffeldorf Osterseen
+

Iffeldorf - Fünf Rinder haben in Iffeldorf für eine ungewöhnliche Tierrettung gesorgt. Die Tiere waren im Osterseen-Gebiet zur Marieninsel geschwommen. Der Abtrieb war wegen des Schutzgebietes kompliziert.

Am Freitag, 11. September, gingen bei der Polizeiinspektion Penzberg gleich mehrere Anrufe ein. „Kühe“ würden im Ostersee schwimmen, bekamen die Beamten zu hören. Im Laufe des Tages ermittelten die Ordnungshüter, dass fünf „Heckrinder“ - Verwandte des ausgestorbenen Auerochsen - von einem landwirtschaftlichen Anwesen im Bereich Iffeldorf ausgerissen waren. Die Tiere wurden zuletzt auf der Schwaigerinsel gesehen, so Jan Pfeil, Leiter der zuständigen Inspektion Penzberg.

Auf Marieninsel entdeckt

Aktive der Wasserwacht Penzberg-Iffeldorf und Polizeibeamte fuhren gemeinsam mit dem Boot Streife. sie machten die Tiere schließlich auf der Marieninsel aus. Doch es gab ein Problem: Da für die Insel im Naturschutzgebiet Osterseen ein allgemeines Betretungsverbot gilt, wurde am Freitag auf eine spontane Rückholaktion verzichtet. Zudem waren die Tiere "auf der Insel sichtlich zufrieden", teilt Polizeichef Pfeil mit.  

Inselabtrieb war erfolgreich

Am Montag gab es eine Einsatzbesprechung. Für Dienstag, 15. September, wurde ein Inselabtrieb geplant - der dann auch in der Früh erfolgreich über die Bühne ging. Nachdem die Wanderwege an Ost- und Westufer von der Iffeldorfer Feuerwehr, dem örtlichen Bauhof und der Polizei gesperrt worden waren, begann der Tierbesitzer mit dem Abtrieb. Unterstützt von Elektrobooten des in Iffeldorf beheimateten Limnologischen Institutes, des Fischereivereins „Die Gespließten“, Feuerwehr und Wasserwacht wurden die fünf Tiere in einem vereinbarten Schwimmkorridor zum Westufer begleitet. Das Veterinäramt des Landkreises Weilheim-Schongau war bei der Aktion ebenfalls vor Ort, um das Wohl der Tiere sicherzustellen. Gegen 09.30 Uhr standen die Rinder wieder der Weide.

Über 30 Helfer im Einsatz

Im Einsatz waren laut Polizei insgesamt 34 Personen - neben dem Tierbesitzer und seine Helfer noch Feuerwehraktive, Bootsführer und Wasserretter der Wasserwacht, Mitglieder des Fischereivereins, Amtstierarzt, Naturschutzwächter, Gemeindearbeiter sowie vier Streifenwagenbesatzungen aus Penzberg und von den  Operativen Ergänzungsdiensten Murnau.

Andreas Baar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eltern wollen in Penzberg als Montessori-Alternative eine Aktive Schule gründen
Eltern wollen in Penzberg als Montessori-Alternative eine Aktive Schule gründen
Firma Anton Weißhaupt präsentiert die neuen Modelle
Firma Anton Weißhaupt präsentiert die neuen Modelle
Carsten Stahl soll es richten
Carsten Stahl soll es richten

Kommentare