Aufatmen unter der Maske

Hochsicherheitstrakt mit Aussicht: Gäste und Wirte freuen sich über offene Biergärten

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Im Café Extra auf Gut Hub lässt es sich jetzt auch auf der angrenzenden Wiese gut sitzen.
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Pina und Ilias Choutos vom Antica Rimini in der Innenstadt freuen sich über eine volle Reservierungsliste für den Montagabend.
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Im Italia Antica wartet Antonio Costabile auf die Gäste.
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Maria Dehmelt vom Hoislbräu bringt im extra breiten Gang die Leute direkt an die Tische.

Penzberg – Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen lockten am Montag zur Öffnung der Biergärten und Außengastronomie zahlreiche Besucher an. Mit gemischten Gefühlen und einem enormen Aufwand hatten sich die Gastronomen der Stadt darauf vorbereitet und wurden von ihren Gästen positiv überrascht.

Strahlende Augen blitzen hinter der Mund-Nasen-Bedeckung hervor und schon von weitem ruft Pina Coutous vor dem Biergarten des Antica Rimini ihren Gästen ein freudiges „Hallo“ entgegen. „Wir freuen uns so sehr, wieder öffnen zu dürfen“, sagt sie, während sie am Stehtisch vor dem Eingang auf die Gäste wartet. Die meisten haben reserviert und kommen brav mit Mundschutz, tragen sich ohne Widerworte in die Liste zur Datenrückverfolgung ein, desinfizieren ihre Hände und halten Abstand bis zum Sitzplatz. Auch in der Maxkroner Pizzeria Italia Antica begrüßt Antonio Costabile seine Gäste am Tresen vor dem Garten. Unter den großen Kastanien reihen sich nicht so viele Tische wie sonst, aber gegen halb sieben Uhr ist der Biergarten gut gefüllt und leckerer Knoblauchduft weht einem entgegen. „Das habe ich so vermisst“, schwärmt eine Besucherin. 

Auf der Webseite vom Café Extra auf Gut Hub liest man: „Auch wenn wir optisch wie ein Hochsicherheitstrakt daherkommen, genießt trotzdem die wunderbare Aussicht und das schöne Gefühl, dass wir uns im Biergarten wiedersehen dürfen!“ Dementsprechend freut sich auch Pächter Markus Bocksberger, der gespannt durchs Küchenfenster blickt. Pfeile am Boden lotsen einen durch die Gaststube in den lichter als sonst bestuhlten Garten. Aber Bocksberger hat nun einige Tische auf die angrenzende Wiese gestellt. Dort sitzt man nun direkt im Grünen und genießt den Ausblick auf die Hub-Kapelle. Den Straßenverkauf seiner Burger will Bocksberger erst einmal beibehalten, er ist aber trotzdem froh, seine Gäste wieder persönlich im Biergarten begrüßen zu können. 

Auch im Hoislbräu sind die Gäste hungrig, nicht nur nach dem schönen Ausblick, sondern auf typische Biergartenschmankerl. Schilder leiten einen auch hier zum Eingang, wo Maria Dehmelt mit Reservierungsbuch, Datenblatt, Desinfektionsmittel und Mundschutz ihre Gäste erwartet. Es fallen nette Worte, und man hat das Gefühl, endlich wieder ein Stückchen Freiheit ergattert zu haben. 

Auch wenn Umarmungen wohl noch länger entfallen, das kollektive selige Lächeln der Wirte und Gäste lässt hoffen. Nur die Bedienungen und Küchenkräfte sind, ebenso wie die Leute in der Küche, nicht zu beneiden. Hinter Masken versteckt balancieren sie die vollen Tabletts über den meist unebenen Untergrund. „Die Stufen sind heute schon manchem von uns zum Verhängnis geworden“, erzählt eine Hoislbräu-Bedienung, „man hat das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, die Leute verstehen uns schlecht und ständig läuft die Brille an.“ au

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