Träger für das Seniorenzentrum

Zehetner will Ausschreibung

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Penzberg - Bürgermeisterin Elke Zehetner wird dem Stadtrat bei der nächsten Sitzung am Dienstag einen Vorschlag unterbreiten. Sie will den künfigen Träger des AWO-Seniorenzentrum über eine Ausschreibung ermitteln.

Weil die Menschen in Deutschland immer älter werden, wächst auch der Bedarf nach seniorengerechten Wohnformen. In Aichach an der Paar etwa entsteht ein völlig neues Seniorenheim, in dem ältere Herrschaften ihr eigenes Appartement erwerben können. Eine entsprechende Anzeige im Gelben Blatt sowie die anhaltende Diskussion über die künftige Trägerschaft des AWO-Seniorenzentrums haben Penzbergs Bürgermeisterin Elke Zehetner auf eine völlig neue Idee gebracht: Sie wird am Dienstag dem Stadtrat vorschlagen, eine offizielle Ausschreibung für das Seniorenzentrum in die Wege zu leiten. Damit könnten neben den drei bisherigen Interessenten, der AWO-Bezirksverband sowie die privaten Pflegeheimbetreiber Compassio und Inter Pares, noch weitere Bewerber in den Ring steigen.

„Damit könnten wir das beste Ergebnis für unsere Senioren erzielen“, sagte Zehetner. Kernpunkte der Ausschreibung sollen neben der Schaffung von klassischen Pflegeplätzen auch Bereiche für Kurzzeitpflege, betreutes Wohnen und ambulante Pflege sein. Und ganz wichtig für Zehetner: Wer den Zuschlag erhalten will, muss bereit sein, der Stadt das Grundstück mitsamt dem bisherigen Seniorenzen­trum abzukaufen.

Zehetner drückt auch deshalb aufs Tempo, weil die Stadt erst vor wenigen Tagen erneut aufgefordert wurde, die vor allem die mangelnde Barrierefreiheit betreffenden baulichen Mängel im Seniorenheim an der Gartenstraße abzustellen oder ein Konzept für baldige Verbesserungen vorzulegen. Die Zeit drängt aber nicht nur deshalb, weil der Druck auf die Kommunalpolitik seit der Kündigung des Betreibervertrags durch den AWO-Bezirksverband stetig zunimmt. Hinzu kommt, dass der aufgrund von Personalmangel verfügte Aufnahmestopp an der Gartenstraße dazu führt, dass Penzberger Senioren jetzt in den AWO-Heimen in Benediktbeuern und Wolfratshausen untergebracht werden. Zeitgleich werden im Seniorenheim Steigenberger Hof derzeit Gemeinschaftsräume umgebaut, um aufgrund der großen Nachfrage dort Einzel- und Doppelzimmer unterzubringen. „Deshalb müssen wir jetzt schnellstens handeln“, so Zehetner. la

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