Einiges auf dem Kerbholz

B472 in Bad Heilbrunn: Königsdorfer flüchtet erfolglos vor Polizeikontrolle

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Für den Fahrer endete die Flucht vor der Polizei in der Haftanstalt Garmisch-Partenkirchen (Symbolfoto).
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Bad Heilbrunn - In einer Verfolgungsjagd endete eine Polizeikontrolle auf B472. Ein Königsdorfer (51) flüchtete erfolglos - der Mann hatte seine Gründe.

Seit drei Wochen unterstützt die Münchner Bereitschaftspolizei die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion aus Murnau. Vorher wurden intensiv Ausbildung und Schulung betrieben - was sich diese Woche bei diversen Kontrolleinsätzen in der Region auszeichnete. Am Freitag (23. Juli) wurde es gegen 10.45 Uhr nämlich „sogar für die erfahrenen Schleierfahnder richtig spannend“, wie Henning Stünkel, stellvertretender Dienststellenleiter, berichtet. Bei einer spontan eingerichteten Kontrollstelle auf der B472 in Bad Heilbrunn, gemeinsam von den Fahndern aus Murnau und der Bereitschaftspolizei aus München eingerichtet, sollte der Querverkehr zwischen den Autobahnen A8 und A95 in Augenschein genommen werden. Eine junge Kollegin der Bereitschaftspolizei hatte eine dabei eine wichtige Aufgabe übernommen: Die Polizistin musste entscheiden, welches der vielen Fahrzeuge einer Kontrolle unterzogen werden sollte.

In Oberenzenau entdeckt

„Die Polizeikelle an ihrem ausgestreckten Arm sollte eigentlich als klares Anhaltesignal zu erkennen sein“, so Stünkel. Aber dieser Aufforderung kam ein 51-jähriger Autofahrer aus Königsdorf nicht nach. Der Mann gab Gas. Die Polizistin musste ihren Arm hoch reißen und einen Schritt zurückweichen um nicht verletzt zu werden. Während der Fahrer in Richtung A95 flüchtete, sprangen zwei Kollegen in ihren Streifenwagen und nahmen die Verfolgung auf. Allerdings war das Fluchtfahrzeug schon außer Sicht. Trotz zügiger Fahrweise sowie eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn konnte der Flüchtende nicht mehr eingeholt werden. Aber das Verfolgerteam aus Schleierfahndern und Bereitschaftspolizistin entdeckte den Königsdorfer schließlich in Oberenzenau. „Scheinbar hatte er sich in einer Hofeinfahrt versteckt“, heißt es von der Grenzpolizei

„Ein Delikte vergessen“

„Die Sinnlosigkeit einer weiteren Flucht wurde dem Betroffenen sehr schnell klar“, teilt die Polizei mit. Der Königsdorfer entschied sich, anzuhalten. Der 51-Jährige leistete laut Polizei keinen Widerstand und war kooperativ. „Seine Ausrede war, dass er keinen Bock auf die Kontrolle hätte, weil sein Auto nicht zugelassen sei“, berichtet die Dienststelle. Nach einiger Ermittlungsarbeit stellte sich dann aber gemäß Polizei heraus, dass der 51-Jährige in Bezug auf seine kriminellen Handlungen „ein paar Delikte vergessen hatte“. Etwa, dass für das Fahrzeug weder eine Haftpflichtversicherung bestand noch die erforderlichen Steuern entrichtet wurden; dass er von einem anderen Fahrzeug die Plakette für die gültige Hauptuntersuchung abgelöst und auf seinem Kennzeichen angebracht hatte, was den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllt. Im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist der 51-Jährige auch nicht. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte es sich zudem heraus, dass gegen den Königsdorfer sogar zwei Haftbefehle bestehen. Außerdem war der Mann durch die Staatsanwaltschaft München II wegen Betrugs in zwei Fällen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Fahrer kam in Haftanstalt

Ganz zu schweigen von seinem „gefährlichen Fahrmanöver“ an der Kontrollstelle in Bad Heilbrunn, wie die Polizei zum Schluss ergänzt. Ob hier nur eine Nötigung oder gar ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorliegt, bedarf weiterer Ermittlungen. Nach erfolgter Sachbearbeitung auf der Dienststelle der Murnauer Grenzpolizeiinspektion wurde der Königsdorfer der Haftanstalt in Garmisch-Partenkirchen überstellt. 

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