Bauausschuss sagt Ja

Bad Heilbrunn: Gemeinde investiert 25.000 Euro in Spielplätze

Auf dem Bild ist ein Verkehrsschild mit dem Hinweis spielender Kinder zu sehen.
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Für die Langau soll es einen neuen Spielplatz geben.

Bad Heilbrunn – Die Bad Heilbrunner Kinder dürfen sich freuen: In der Langau entsteht ein neuer Spielplatz, und am Haus des Gastes wird ein neuer Spielturm errichtet. Dies beschloss der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Der Gemeinde kostet dies rund 25.000 Euro.

Es seien viele Wünsche von Eltern eingegangen, berichtete Gemeinderat Norbert Deppisch. Er habe versucht, die Wünsche zusammen zu tragen und kam am Ende auf zehn verschiedene Spielplatz-Varianten. Vier stellte er am Freitagnachmittag dem Gremium vor. Zwei Varianten schieden mehr oder weniger sofort aus. Nummer vier befanden die Räte als zu langweilig. „Das ist eher was für Jäger“, spottete Florian Lettner, den der Spielturm an einen Jägersitz erinnerte. Dann wurde es etwas schwieriger. Den eigentlich attraktivsten Spielturm mit Klettermöglichkeiten und einer Stange zum Herunterrutschen stufte Deppisch als „zu windig“ ein. Unter anderem bestehe der Turm nicht aus Lärchenholz, sondern aus imprägnierter Fichte.

Einstimmig für Spielturm

In die engere Wahl kamen somit nur zwei recht ähnliche Spieltürme mit Giebeldach, Rutsche, einer Rampe mit Haltetau sowie einer Stufenleiter und einem schrägen Kletternetz. „Sie stammen von Spielplatz-Herstellern“, erläuterte Deppisch. „Das heißt: Für jedes Teil, das kaputt geht, kriegen wir eins zu eins Ersatz.“ Letztlich votierten Bad Heilbrunns Räte einstimmig für den Spielturm „Bosse“. Unter dem Turm wird ein abdeckbarer Sandkasten gebaut. Zudem wird es auf dem Spielplatz eine Tischtennisplatte und einen Balancierbalken geben. Vorerst verzichten müssen die Kinder allerdings auf ein Boden-Trampolin, das noch mal 3000 Euro extra gekostet hätte. „Wenn wir das Trampolin jetzt noch nicht bauen, bleiben wir flexibel“, befand Josef Schwaller. „Vielleicht fällt uns ja in ein, zwei Jahren noch was anderes ein.“ Dem stimmte Norbert Deppisch zu: „Wir könnten zum Beispiel auch ein Balancierseil spannen. Das wäre auch ein gutes Spielgerät und nicht so teuer.“

Kieselsteine für den Boden

Besprochen wurde auch das Drumherum. So beschlossen die Räte, dass der Spielplatz von einem Holzzaun eingegrenzt wird und nicht von einem kostengünstigeren Maschendrahtzaun. Auf den Boden werden Kieselsteine gestreut – und nicht Holz-Häcksel, die immer wieder mal ausgetauscht werden müssen oder Sand, den Katzen oft als Toilette verwenden. Der Bauantrag wird noch mal im Bauausschuss behandelt und dann an das Landratsamt weitergegeben.

Alter Spielturm gesperrt

Schnell einig waren sich die Räte beim Spielgerät, das beim Haus des Gastes aufgestellt werden soll. Auch hier votierten die Räte einstimmig für den Spielturm „Bosse“. Notwendig wurde die Anschaffung, weil der alte Spielturm eine Kontrolle nicht überstand und sich als altersschwach und morsch erwies: „Der Kontrolleur hat ihn bei der Besichtigung sofort gesperrt“, berichtete Hans Keller. Der Bauamts-Leiter bereitete die Räte darauf vor, dass auch auf dem Spielplatz am Kräutergarten demnächst weiterer Handlungsbedarf bestehen könnte.

Patrick Staar

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