Die abgespeckte Variante

Parkplätze für Fahrräder: Am Bahnhof wird nun endlich neue Unterstellmöglichkeit gebaut

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Ganz schön in die Jahre gekommen sind die Fahrradständer am Bahnhof. Nun ist der Weg für eine neue Unterstellmöglichkeit aber endlich frei.

Penzberg – Die Fahrräder, die in Penzberg Tag für Tag am Bahnhof abgestellt werden, sollen nun endlich ein neues Dach über dem Sattel bekommen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einen 284.000 Euro teuren Neubau beschlossen.

Eigentlich hätten er schon zum Stadtfest im Rahmen des Jubiläumsjahrs 2019 fertig sein sollen: der Fahrradständer am Bahnhof. Jetzt aber gab der Stadtrat endlich grünes Licht für einen Neubau. Bis zuletzt hatten sich darüber noch lebhafte Diskussionen wegen der hohen Kosten entsponnen: 654.000 Euro standen vergangenes Frühjahr im Raum. Die Stadt hätte abzüglich der Förderung in Höhe von 225.000 Euro zwar nur 429.000 Euro zahlen müssen, der Mehrheit im Stadtrat aber war das zu viel. Jetzt kommt deshalb eine abgespeckte Variante. 

Vor allem der erforderliche Bodenaustausch im nordwestlichen Teil der sogenannten Bike&Ride-Anlage hatte die Kosten ordentlich in die Höhe getrieben. Deshalb hatte der Stadtrat die Verwaltung im Rathaus angewiesen, nach günstigeren Varianten zu suchen – und die wurden jetzt gefunden. Zwar sind es nun nicht mehr 200, sondern nur 150 Stellplätze, die kosten aber auch lediglich 284.000 Euro. „Das ist zwar immer noch eine Menge Geld, aber das können wir jetzt mittragen“, sagte etwa Christine Geiger (CSU). 

Stadtbaumeister Justus Klement will nun zügig an die Umsetzung gehen und Lieferfristen für die geplante Standardausstattung erfragen. „Denn momentan wird bundesweit Fördergeld ausgeschüttet, entsprechend viele Kommunen rufen das jetzt ab“, sagte er. Dennoch ist Klement überzeugt: „Im Oktober soll die Anlage fertig sein.“

Auf Nachfrage von Kerstin Engel (Grüne) erklärte Klement, dass aktuell bis zu 90 Fahrräder im betagten Fahrradständer unterkämen. Der Bedarf sei kurzfristig sicher höher als die nun angedachten 150 Plätze, so der Stadtbaumeister. Allerdings verwies er auf Überlegungen der Deutschen Bahn, neben Ständern auch absperrbare Einstellboxen für hochwertige Fahrräder im südöstlichen Teil des Bahnhofsgeländes zu schaffen. So weit wollte Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann aber noch nicht gehen. „Wir sollten erst einmal die normalen Radständer bauen“, merkte er an. Der Stadtrat sah dies auch so und votierte geschlossen für die 284.000 Euro teure Variante. Noch nicht absehbar ist aber, in welcher Höhe diese kleinere Varianten mit staatlichen Mitteln gefördert wird. arr

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