Ohne Hilfe geht gar nichts

BRK-Kreisverband wirbt um neue Fördermitglieder

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Hausbesuch in Weiß: Mit diesem Team wirbt der BRK-Kreisverband um neue Fördermitglieder in der Mitte und im Osten des Landkreises Weilheim-Schongau.

Penzberg/Landkreis – Seit Ende Juli ist das Trüppchen unterwegs, junge engagierte Menschen vom Bayerischen Roten Kreuz, die von Haustür zu Haustür gehen, um weitere Unterstützer für das BRK zu gewinnen. Denn davon kann die Organisation, die allein im Landkreis Weilheim-Schongau rund 17.000 Einsätze pro Jahr verzeichnet, nicht genug haben.

Im Landkreis Weilheim-Schongau ist das Rote Kreuz der alleinige Durchführende des Rettungsdienstes und wird dabei durch ein komplexes Hilfeleistungssystem, bestehend aus ehrenamtlichen Helfern, unterstützt. „Ohne diese wäre eine Bewältigung größerer oder spezieller Einsatzlagen nicht möglich“, betont Hans Eberl, BRK-Kreisgeschäftsführer. 

Die freiwilligen Helfer sind unter anderem organisiert in den Bereitschaften, die neben den Sanitätsdiensten sogenannte Schnell-Einsatzgruppen zur Unterstützung des Rettungsdienstes bilden. Diese sind im Jahr etwa 150 mal im Einsatz. Doch auch als Helfer-vor-Ort, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe leisten, sind die Ehrenamtlichen tätig, etwa 700 Einsätze vor Ort absolvierten die Freiwilligen allein 2019. Und auch in einer Rettungshundestaffel, im Kriseninterventionsdienst, im Betreuungsdienst oder in der Einsatzleitung zeigen die Helfer Engagement. „Die Wasserwachten betreiben Wach- und Rettungsdienst an den Gewässern und das Jugendrotkreuz engagiert sich in der Jugendarbeit“, führt Eberl weiter aus. 

Viele Leistungen, die auf ehrenamtliches Engagement zurückzuführen sind. Und dennoch, die Ausbildung, die persönliche und technische Ausstattung, die Einsatzfahrzeuge sowie deren Unterbringung kosten dem BRK jährlich mehrere hunderttausend Euro, „für die keinerlei Refinanzierungsmöglichkeit besteht“, so der Kreisgeschäftsführer. 

Damit das Rote Kreuz dennoch konstant einsatzfähig bleiben kann, ist es stets auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. „Die Beiträge der Fördermitglieder fließen ausschließlich in diese örtlichen Tätigkeiten“, betont Eberl dabei. 

Seit Ende Juli ist der BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau nun darum bemüht, weitere Unterstützung zu erhalten. Eine Gruppe junger Helfer besucht dabei Haushalte in der Mitte und im Osten des Landkreise. Eberl hofft dabei auf eine „freundliche und wohlwollende Begegnung mit seinen entsandten Mitarbeitern“. 

Bislang kann der Kreisverband auf rund 11.500 Fördermitglieder und circa 1.400 registrierte aktive Mitglieder in der Bereitschaft, der Wasserwacht und im Jugendrotkreuz setzten. Angestellt sind momentan etwa 140 Mitarbeiter. Ein Blick auf die Fahrzeuge geworfen zeigt: Allein im Landkreis Weilheim-Schongau sind 17 Fahrzeuge an sieben Rettungswachstandorten registriert, hinzu kommen Anhänger und Rettungsboote. Und alle Fahrzeuge brauchen ein gutes Durchhaltevermögen, denn jährlich legen sie insgesamt rund 800.000 Kilometer zurück. Eine Zahl, die kaum verwundern mag, denn allein der Behinderten- und Krankenfahrdienst führt jedes Jahr etwa 10.000 Transporte durch. ra

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