Angebot für ältere Bürger

Begegnungsstätte für Penzbergs Senioren: Jetzt liegt der Ball beim Stadtrat

Senioren Treff Penzberg Sozialausschuss Stadtrat
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Eine Begegnungsstätte für Seniorenstätte wird für Penzberg gewünscht.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Die Stadt Penzberg könnte künftig in ihrer Seniorenpolitik neue Wege beschreiten: Der Sozialausschuss brachte einen Seniorentreff oder ein Mehrgenerationenhaus auf den Weg. Stimmt der Stadtrat zu, prüft die Verwaltung Varianten.

Diskutiert wird über einen Seniorentreff für Penzberg schon länger. Zuletzt hatte die SPD-Stadtratsfraktion im Oktober einen Antrag für eine Einrichtung mit externem Träger gestellt. Penzberg Miteinander (PM) wünschte außerdem eine zentrale Kompetenz- und Beratungsstelle für Senioren. Die Beratung darüber wurde von den Stadträten in den Sozialausschuss verwiesen. Dieser machte nun zumindest den politischen Weg frei.

„Höchste Eisenbahn“

Dass etwas für die älteren Mitbürger getan werden muss, war im Ausschuss unumstritten. Es sei „höchste Eisenbahn“, machte Katharina von Platen (Grüne) deutlich. Umstritten war allerdings das Vorgehen. Während Ute Frohwein-Sendl (PM) deutlich machte, dass unbedingt auch eine Beratungsstelle und ein Pflegestützpunkt („eine Stelle in Weilheim hilft uns wenig“) nach Penzberg muss, traten andere auf die Bremse. Regina Bartusch (SPD) will lieber mit einem „niedrigschwelligen Angebot“ in einem Seniorentreff fangen: „Wichtig ist, dass wir erstmal starten.“ Gleich ein Mehrgenerationenhaus zu schaffen, scheint schwierig. Rathaus-Geschäftsleiter Roman Reis verwies auf den Bedarf an Räumen und Personal. Bei einem waren sich jedoch alle einig: Die Einrichtung soll keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten für Senioren in der Stadt sein. Am Ende wurde es einstimmig. Der Sozialausschuss empfiehlt dem Stadtrat folgenden Beschluss: Die Verwaltung soll sowohl die Schaffung einer Kompetenz- und Beratungsstelle für Senioren als auch einen Seniorentreff und ein Mehrgenerationenhaus prüfen. Wann der Stadtrat darüber entscheidet, ist allerdings unklar. Die nächste ordentliche Sitzung wäre am 23. Februar – doch da ist die Tagesordnung bereits dicht gepackt.

Geld schon im Haushalt

Geld stünde zur Verfügung: Laut Kämmerer Hans Blank stehen für heuer im Haushalt vorsorglich 100.000 Euro für den Hochbau an einer „Seniorenbegegnungsstätte“ bereit. Ab 2022 sieht der Finanzplan für die nächsten Jahre 700.000 Euro vor. Zufrieden ist Seniorenbeiratsvorsitzender Siegfried Höfler. „Hauptsache, es geht wenigstens was weiter“, sagt er der Rundschau. Auch sollte erstmal lediglich ein Seniorentreff eingerichtet werden, findet er es gut: „Man muss in kleinen Schritten anfangen und den Fuß in der Tür haben.“ Andreas Baar

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