Faschingsstart

Benediktbeuern: Beira Maschkera bieten Internetpräsenz statt Liveauftritte

Auf dem Bild sieht man die Mädchen der großen Garde von Benediktbeuern.
+
Als es noch erlaubt war, trainierte die große Garde im Freien.

Benediktbeuern – Das Faschingsbrauchtum leidet wie viele andere Kultursparten unter der Pandemie – auch die Beira Maschkera sind betroffen. Die Garden trainieren trotzdem.

Vieles war lange unklar. Und immer noch kann man nicht sicher sagen wann große Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen. Der Fasching, mehr wie nur ein Stück Kultur, gehört einfach zum Loisachtal dazu. Selbst beim bekannten Beira Maschkeraumzug, der draußen stattfindet, „ist noch nichts sicher“, wie Bernd Schöpf, 1. Vorstand der Maschkera, der Rundschau bestätigt. So gut wie alles was halbwegs geplant war musste wieder umgeworfen werden. Auch „eine kleine Veranstaltung mit 100 Leuten, hauptsächlich für Vereinsmitglieder steht jetzt in den Sternen“, wie Schöpf erklärt. „Für den 11. November, wäre eigentlich wie jedes Jahr das Vorstellen der Prinzenpaare und der Garden geplant gewesen“, wie Vereinsschriftführerin Valentina Liegat mitteilt. Meistens fand dies draußen vor dem Gasthof Post in Benediktbeuern statt. „Das war einfach ein Event, weil noch keiner gewusst hat wer das Prinzenpaar wird.“

Alternativen fallen vorerst flach

Im Verein wurde über Alternativen wie kleine Stände vor der Post und an eine Bühne für Auftritte im Freien nachgedacht. Dabei müsse aber geschaut werden – zum Beispiel wegen „der Versicherung, wer übernimmt was bei Ansteckung und wo muss wie was abgezäunt werden“, erklärt Schöpf, der seit sechs Jahren Vorsitzender des Vereins ist. So schlecht wie Vereinen in München ginge es ihnen aber nicht, so der Vorstand. Da wäre Platz für solche Alternativen noch begrenzter. Die Hoffnung, dass wirklich gar nichts so richtig stattfinden kann, starb dann endgültig mit dem jetzigen Lockdown-Light. Der Verein wurde zur Faschingssaison 1999/2000 gegründet. Heuer werden laut Schriftführerin Liegat 140 Mitglieder gezählt. Vergangene Saison – als der Verein sein 20-jähriges Jubiläum feierte – waren „circa 400 Besucher pro Ball gekommen“, wie sich Vorstand Schöpf erinnert.

Training per Zoom

Kinder-, Teenie-, und große Garde trainieren trotzdem. Als es nach dem ersten Lockdown wieder erlaubt war, traf sich die Garde auch draußen um ihre Choreografie einzustudieren. Die Tänzer „hatten dabei wirklich eine lustige Zeit“, wie Kassierin und Trainerin der großen Garde Christiane Irmler berichtet. Jetzt ist das im Außenbereich neben den Corona-Regeln auch wegen den kühlen Temperaturen nicht mehr möglich. Jedoch fand sich auch dafür vorerst eine Lösung: „Die große Garde trainiert einmal in der Woche über das Online-Portal Zoom“, so Irmler. Ebenso für die Kindergarde haben sich die Trainerinnen Julia Eisensehr und Iris Böhm eine Online-Alternative überlegt. „Da freuen sich die Eltern, wenn die Kinder mal eine Stunde beschäftigt sind“, wie Vorstandsmitglied Irmler erklärt.

Online-Auftritte

Auf Eines können sich Faschingsfans aber freuen: Zum Faschingsstart am Mittwoch, 11.11., soll um 11.11 Uhr auf der Homepage (www.beira-fasching.de) das erste Video veröffentlicht werden. Deswegen wird die Seite vom Internetbeauftragen Florian Guski auf Vordermann gebracht. Jeden Samstag, an dem eigentlich ein Ball stattfinden sollte, wird ein Video hochgeladen – mit Zusammenschnitten von Auftritten. Auch auf den Social-Media-Accounts auf FaceBook und Instagram wollen die Beira Maschkera auf dem Laufenden halten.

Viktoria Gray

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neues Institut in Penzberg: Bund gibt 40 Millionen Euro für Pandemie-Forschung
Neues Institut in Penzberg: Bund gibt 40 Millionen Euro für Pandemie-Forschung
Benediktbeuern: 78-Jährige wurde Opfer einer aufdringlichen Bettlerin
Benediktbeuern: 78-Jährige wurde Opfer einer aufdringlichen Bettlerin
Landkreis Weilheim-Schongau: 24 neue Corona-Fälle
Landkreis Weilheim-Schongau: 24 neue Corona-Fälle
Landkreis: Kostenlose Corona-Tests an Station in Weilheim
Landkreis: Kostenlose Corona-Tests an Station in Weilheim

Kommentare