Eigengewächs an der Spitze

Benediktbeuern: Benedikt Hartmann wird Geschäftsführer des ZUK

Rektor Pater Karl Geißinger Geschäftsführer  Benedikt Hartmann zuk benediktbeuern
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Rektor Pater Karl Geißinger (l.) wird den neuen Geschäftsführer Benedikt Hartmann schrittweise einarbeiten.
  • Max Müller
    vonMax Müller
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Benediktbeuern – Das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) in Benediktbeuern hat mit dem 27-jährigen Benedikt Hartmanneinen neuen Geschäftsführer.

Seit dem Winfried Voggeser 2013 in den Ruhestand ging, kümmerte sich Rektor Pater Karl Geißinger um die Pflichten des Geschäftsführers – acht Jahre lang erfüllte er diese Aufgabe. „Nun war es jedoch an der Zeit sich personell zu verstärken. Nicht die Corona-Situation, sondern der Blick in die Zukunft führten zu dieser Entscheidung“, erklärt Geißinger. Die Organisation und Betriebsführung gerieten seiner Meinung nach in den vergangenen Jahren ins Hintertreffen.

Unsere Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Jugend, Schöpfung und Bildung. Dafür brauchen wir eine junge Mannschaft mit neuen Ideen und Organisationen.“

Pater Karl Geißinger

Mit Benedikt Hartmann soll ein Mann aus den eigenen Reihen den Posten übernehmen. Hartmann soll sich in Zukunft Themen wie Modernisierung und Digitalisierung stellen, wie es bei der offiziellen Präsentation des neuen Geschäftsführers hieß. Geißinger wird Hartmann auf seinem Weg begleiten und diesen sukzessive einarbeiten. Hartmann, der ursprünglich aus dem Erdinger Landkreis kommt, wohnt bereits seit zwölf Jahren in Benediktbeuern.

Benedikt Hartmann (27) wohnt bereits seit zwölf Jahren in Benediktbeuern.

Anfänge am Kloster

„Angefangen hat alles mit meinem Freiwilligem Sozialen Jahr am Kloster im Jahr 2011. Ich habe damals schon viel mit Jugendlichen gearbeitet“, erzählt der neue Geschäftsführer. Danach war der gelernte Hotelier noch zwei Jahre als Bildungsreferent am Kloster aktiv und holte später seine Mittlere Reife und Abitur nach. Im Jahr 2017 begann er Soziale Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule im Kloster Benediktbeuern zu studieren. Am Freitag, 12. März, nahm Hartmann sein Abschlusszeugnis entgegen und kurz darauf wurde er bereits als Geschäftsführer präsentiert.

Schwere Zeiten fürs ZUK

Hartmann sieht sich seit seinem Studiumsabschluss nun mit 30 hauptamtlichen und 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern konfrontiert, von denen die meisten Kollegen noch in Kurzarbeit sind. „Dem ZUK geht es nicht gut. Wir haben hier viele Menschen, die mit dem Herz dranhängen und müssen schleunigst wieder Einnahmequellen generieren“, so lautet die erste Analyse des neuen Geschäftsführers in Zeiten der Corona-Pandemie.

Derzeit ist die Einrichtung laut Hartmann noch sehr abhängig von Spendenaktionen und staatlicher Unterstützung. Doch dieser Sachverhalt soll sich bald ändern. „Der Plan ist die Räumlichkeiten des ZUK als Tagungsplatz zu nutzen, Projekte wie ,Draußen Schule‘ zu fördern und sich mit den Firmen in der Umgebung besser zu vernetzen“, so der neue Geschäftsführer. Hartmann will das ZUK wieder „regionaler machen“ sowie die Firmen und Menschen im Klosterland wieder mehr einbinden.

Der kommende Monat wird entscheidend werden für die Benediktbeurer Einrichtung: „Ich sehe in der aktuellen Lage kein Licht am Ende des Tunnels. Wenn wir im April nicht öffnen wird es kritisch“, erzählt Geißinger. Max Müller

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