Gemeinde investiert

Benediktbeuern: Harz macht Becken fit - Spezialeinsatz im Alpenwarmbad

Arbeiter stehen im leeren Sportbecken im Alpenwarmbad in Benediktbeuern.
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Eine Spezialfirma beseitigte die Schäden am Sportbecken.

Benediktbeuern - Im Alpenwarmbad Benediktbeuern hat eine Spezialfirma die Schäden am Sportbecken beseitigt. Dabei kam ein besonderes Material zum Einsatz. Zudem ist ein Umbau geplant.

Im Rahmen einer Überprüfung war festgestellt worden, dass sich das Sportbecken an einer Seite abgesenkt hatte. Fachleute unterspritzten das Becken. Darüber hinaus stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einem neuen Eingangs- und Ausgangssystem für das Alpenwarmbad zu. Dieses soll bis zum Beginn der kommenden Badsaison 2021 installiert werden.

Harz gegen das Absinken

Mehr als froh sind die Mitarbeiter des Alpenwarmbads, dass sie gerade noch vor dem Wintereinbruch die Sanierungsmaßnahmen vornehmen lassen konnten. Die Firma Uretek, Spezialist für Baugrundverstärkung und Fundamentstabilisierung, war vor Ort, um das Becken zu stabilisieren. Zum Einsatz kam ein Zweikomponentenexpansionsharz, der unter Druck und Wärme bis auf eine Tiefe von drei Metern hineingespritzt wurde. Badleiter Robert Baumgartner ist guter Dinge, dass sich das Sportbecken mit dieser Maßnahme nicht noch einmal absenkt. Mit der Verstärkung des Untergrunds sind die Arbeiten in der Saisonpause noch lange nicht beendet.

Kassensystem wird umgebaut

Erst in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats fiel der Beschluss, das Angebot des günstigsten Anbieters zum Umbau des Kassensystems vorzunehmen. Bewährt habe sich das Corona-bedingte Online-Ticketing, das Bürgermeister Anton Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) auch künftig beibehalten will. Darüber hinaus soll ein Ticketautomat installiert werden. „Zum einen würden wir damit in Besucherschwachen Zeiten Personal einsparen“, erklärte der Rathauschef. Zum anderen ermögliche es das System, festzustellen, wie viele Personen sich aktuell im Bad befinden. Bislang sei dies nicht möglich gewesen. Auch soll eine Schiebetür die jetzige konventionelle Tür ersetzen. „Damit realisieren wir einen barrierefreien Eingang“, so der Bürgermeister. „Außerdem hat uns Corona gezeigt, dass es Sinn macht, Ein- und Ausgangsbereich voneinander zu trennen“, erklärte Ortlieb. Deswegen plane man auch für die kommende Saison die räumliche Trennung der beiden Bereiche. Bei dem geplanten Drehtor am Ausgang sollen auch Behinderte oder Besucher mit Kinderwägen über einen Rufknopf jederzeit die Hilfe des Badpersonals in Anspruch nehmen können.

Bis zu 75.000 Euro Kosten

Die Kosten liegen laut Ortlieb in überschaubarem Rahmen. Die Investitionen für das neue Kassensystem und den Eingang bewegten sich um die 45.000 bis 60.000 Euro. Hinzu käme ein rund 5000 Euro teurer Infrarot-Leser, der die Besucher beim Rausgehen erfasst. Zusammen mit der Installation des Drehtors sei man dann bei ungefähr 55.000 bis 75.000 Euro. Als Vorbild der neuen Anlage diene das Freibad Eichmühle in Bad Tölz, erklärte Ortlieb. „Dort scheint es gut zu funktionieren.“ Auch sprächen für diese Variante geringe Folgekosten.

Sandra Gerbich

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