Beschluss im Gemeinderat

Benediktbeuern kassiert auf Wanderparkplätzen ab - Grund ist der Besucheransturm

Benediktbeuern Wanderparkplatz Gebühren Besucher Gemeinderat
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Die Wanderparkplätze werden kostenpflichtig.

Benediktbeuern – Der touristische Ansturm ist auch in Benediktbeuern zu spüren. Um die vielen Besucher zu steuern, beschloss der Gemeinderat: Auf allen Wanderparkplätzen werden Gebühren erhoben.

„Gerade in Corona Zeiten verbringen viele Menschen ihren Urlaub in Bayern und auch Tagesausflügler nehmen zu“, stellte Bürgermeister Anton Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) eingangs fest. Zwar treffe dies Benediktbeuern nicht so hart wie anderen Gemeinden, dennoch müsse man handeln. Derzeit sind laut Ortlieb nicht alle öffentlichen Parkplätze kostenpflichtig. Im Bereich des Schwimmbads beispielsweise gibt es auf der Nordseite kostenlose Parkmöglichkeiten, während die Südseite mit Parkautomaten bestückt ist. Nun sollen sämtliche Parkplätze gebührenpflichtig werden, auch kleinere Flächen, wie südlich der Lainbachbrücke, wo es etwa zehn Stellplätze gibt. „Wir wollen damit kein Geld verdienen“, betonte Ortlieb, vielmehr wolle man damit die Kosten für Pflege und Unterhalt der Wanderwege und Parkplätze decken. „Gerade jetzt im Winter räumen wir die Parkplätze auch vom Schnee frei“, erläuterte er.

Parkverbote und Verkehrsüberwachung

Manche Flächen, auf denen Fahrzeuge geparkt werden, gehören nicht der Gemeinde, sondern den Bayerischen Staatsforsten, mit denen Ortlieb sprechen will. „Alle Flächen, die nicht zum Parken zur Verfügung stehen, müssen mit Parkverboten belegt werden“, kündigt er an. Die Einhaltung des Parkverbots soll der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung sicherstellen, dem die Gemeinde daher beitreten wird. An das Parkverbot müssen sich dann auch Anlieger halten, die ihr Fahrzeug zuweilen gerne auf der Straße parken, wie Ralph Seifert (FBM) beobachtet hat. „Die Straße ist zum Fahren da und nicht zum Parken“, stellte Ortlieb klar. Seifert schlug bei der Gelegenheit eine Bestandsaufnahme aller Problembereiche im Dorf – etwa Kloster, Asam - und Prälatenstraße – vor und stieß damit beim Bürgermeister auf offene Ohren.

Acht Automaten kaufen

Die Verwaltung wird nun Vorschläge über die genaue Ausgestaltung der Parkgebühren ausarbeiten. Ortlieb kann sich etwa ein Tagesticket mit kombiniertem Eintritt ins Alpenwarmbad vorstellen, sowie ein Mehrtagesticket für Wanderer, die auf der Tutzinger Hütte übernachten wollen. Acht neue, mit Solarpaneele ausgestattete und ParkApp-taugliche Automaten müssten beschafft werden, rechnete der Rathauschef vor, drei davon als Ersatz veralteter Geräte. Weil derzeit „viele Kommunen südlich von München“ Parkautomaten bestellten, könne sich die Lieferzeit etwas hinziehen, befürchtete er. Prüfen will Ortlieb auf jeden Fall, ob auch Leasing in Frage kommt, was Ralph Seifert vorgeschlagen hatte – oder ob man sich bei der Bestellung der Automaten mit anderen Kommunen zusammentun kann. Christine Weikert

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