Wegen Corona-Situation

Benediktbeuern: Leonhardifahrt jetzt offiziell abgesagt

Benediktbeuern - Jetzt ist es amtlich: Die Benediktbeuerer Leonhardifahrt findet heuer wegen Corona nicht statt. Dies hat der Leonhardi-Ausschuss beschlossen.

Dies hat der Leonhardi-Ausschuss beschlossen. Zu Ehren des Heiligen Leonhards wird es am Sonntag, 8. November, lediglich einen Festgottesdienst geben. Die Hoffnung der Organisatoren liegt nun auf 2021, dem 140. Jubiläumsjahr der Wallfahrt in Benediktbeuern. 

Absage nicht überraschend 

„Eigentlich war es uns schon im Frühsommer klar“, sagt Leonhardilader Helmut Waxenberger gegenüber der Rundschau. Gemeinsam mit den ersten beiden Bürgermeistern, dem Pfarrer und dem zweiten Leonhardilader hat der 75-Jährige nun die Entscheidung gefällt, die Wallfahrt aufgrund der Covid-19-Situation endgültig abzusagen. „Es ist ja auf der ganzen Welt hoffnungslos, das Virus kann jederzeit wieder aufflammen“, bedauert Waxenberger. 

6000 Besucher

Als Vereinsausstatter fertigt er auch das Leonhardizeichen für sein Dorf. „Normalerweise entwerfe ich im Mai das Motiv“, schildert er – diesmal aber habe er keinen Drang dazu verspürt. 5000 bis 6000 Besucher kommen jährlich zur Leonhardifahrt nach Benediktbeuern. „Die kann man nicht steuern, wer soll da den Abstand kontrollieren“, meint Waxenberger. Traurig sei er schon, aber wenigstens habe er sich auf den Ausfall einstellen können, erzählt der Rosserer. 

1989 war Pferdegrippe schuld

Im Jahr 1995 war das anders, da musste er die Veranstaltung am frühen Morgen wegen Schneemassen und Dachlawinen absagen. Auch 1989 konnte der Leonhardiritt nicht stattfinden, wegen der Pferdegrippe fand die Wallfahrt damals nur zu Fuß statt. Der Namenstag des Heiligen Leonhards wird heuer dennoch gefeiert – traditionell an dem Sonntag, der dem Ehrentag am nächsten liegt.

Gottesdienst in Basilika

In der Klosterbasilika wird es am 8. November einen Festgottesdienst geben. Aufgrund der Covid-19-Bestimmungen werden allerdings nur knapp 80 Besucher im Innenraum Platz finden. Für alle anderen wird der Gottesdienst über Lautsprecher in den Klosterhof übertragen. Helmut Waxenberger schaut nun hoffnungsvoll nach vorn, schließlich steht im nächsten Jahr das 140. Jubiläum an. Dafür wird der Leonhardilader wieder ein Festzeichen entwerfen. „Natürlich ein besonders Schönes.“

Christine Weikert

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