Spendabler Förderverein

Benediktbeuern: Paten für Kloster gesucht

Vertreter des Fördervereins Juwel Kloster Benediktbeuern übergeben im Klosterhof einen Spendenscheck.
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Die Vereinsführung übergab einen überdimensionalen Scheck an den Einrichtungsleiter.

Benediktbeuern – Der Verein „Juwel Kloster Benediktbeuern“ fördert seit seiner Gründung 2009 die Einrichtung der Salesianer Don Boscos. „Juwel“ sammelt Spenden um den historischen Ort zu erhalten. Jetzt übergab der Verein 180.000 Euro für Bauvorhaben.

„Heute gibt es einen Zuschuss“: So freute sich Einrichtungsleiter Pater Claudius Amann bei der Übergabe. Der überdimensionale Scheck über die 180.000 Euro ist für den Eigenanteil des Klosters an den Baukosten gedacht. Grundsätzlich ist der Einrichtungsleiter hocherfreut über die Unterstützung, die der Verein seit 2011 dem Kloster zukommen lässt. Dabei handelt es sich um nicht weniger als insgesamt 565.150 Euro, wie der Verein mitteilt. Gelder, die sich in Bauprojekten und Sanierungen wiederspiegelten. Daneben spielt die Jugendförderung ( „Jugend, Schöpfung, Bildung – heute für Morgen“, so der Pater) eine wichtige Rolle, weshalb in diesem Zeitraum 16.046 Euro als Zuschuss in diesem Bereich gelandet sind.

314 Mitglieder

Und „wo keine erhaltenen Einrichtungen, da kann keine Jugendarbeit erhalten werden“, erklärte Anton Drexler, der seit zwei Jahren Vorsitzender von „Juwel“ ist. Der Verein lebt von Spenden und von den Beiträgen seiner 314 Mitglieder. Geld kommt auch durch Veranstaltungen rein: Aktivitäten wie Schmuckmessen, Pfingstmärkte und Versteigerungen brachten in der vergangenen Zeit um die 10.000 Euro zusätzlich jährlich ein. Geld, das heuer wegen der Corona-Pandemie fehlt. Von den erwirtschafteten Summen brauchte „Juwel“ allerdings lediglich 0,9 Prozent unter anderem für Verwaltungs- und interne Kosten, wie Schatzmeister Prof. Dr. Christoph Fedke vorrechnet.

Für Kreuzgang engagiert

„Als Schatzmeister versucht man die Gelder zusammenzuhalten, das funktioniert nur mit einem guten Team“ erklärte Fedke. Der Schatzmeister berichtete, dass „Juwel“ die Bedarfsmittel für das Kloster bereitstellt – und „der Zweck des Vereins unendlich ist“. Das Kloster sei „ein Dauerbrenner“, so Fedke. So seien 2014 allein durch „Juwel“ 80.000 Euro in die Feinuntersuchung des Südarkadentrakts geflossen, „ohne die die weiteren Baumaßnahmen am Trakt gar nicht starten hätten können“, teilte Pater Amann mit. Ebenso engagierte sich der Verein 2016 für den Kreuzgang, der „Dank Ihnen wieder in neuem Glanz erstrahlt“, schwärmte der Pater.

Jugendarbeit ist wichtig

Vereinschef Drexler machte zudem darauf aufmerksam, dass Interessierte eine Patenschaft für ein Quadrat der kunsthistorischen Decke im Kurfürstensaal übernehmen können. Die Patenschaft kostet 500 Euro, dass Geld fließt in die Restaurierung. Von ursprünglich 220 Quadraten sind noch circa 110 übrig, für die Paten gesucht werden. In dem Deckensegment würde der Spender per personalisierter Nummer verewigt werden. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Angelika Mühlbauer hob die Jugendarbeit im Kloster hervor. „Ich sehe was das Kloster bewirken kann“, würdigte sie das Engagement. „Auch kleine Teilbeträge sind von großer Bedeutung für die Begegnungen.“ Grundsätzlich wolle man mehr Jüngere für den Verein begeistern. Unterm Strich leidet der Förderverein „Juwel“ unter den Pandemie-bedingten Auswirkungen der vergangenen Monate. Weil Veranstaltungen und damit Sozialkontakte wegfielen, litt auch die Wahrnehmung des Vereins in der Öffentlichkeit. Die Energien und die soziale Komponente fehle, heißt es unisono in der Vorstandschaft. Kleiner Hoffnungsschimmer: Die stellvertretende Vorsitzende Doris Brettschneider ergänzte, dass wenigstens die „Genusstage“, die eigentlich dieses Jahr schon eingeführt werden sollten, für 2021 geplant seien.

Viktoria Gray

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