Mehr Platz für mehr Qualität

Bergwacht Benediktbeuern benötigt noch 349.000 Euro für Bauprojekt

Benediktbeuern Bergwacht Anbau Einsatzfahrzeuge
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Anbau-Initiatoren: Bereitschaftsleiter Manuel Guglhör (r.) und stellvertretender Bereitschaftsleiter Magnus Bierling.
  • Max Müller
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Benediktbeuern – Die Bergwacht Benediktbeuern steht vor einem 714.000 Euro teuren Projekt: Es geht um den Umbau und die Erweiterung der Bergrettungswache.

Bei der Bergwacht Benediktbeuern fand mit den jüngsten Neuwahlen ein geplanter Generationenwechsel statt. Neuer Bereitschaftsleiter ist Manuel Guglhör, er löste Markus Schambeck ab. Neuer Stellvertreter ist Magnus Bierling (für Christian Kellner).

„Wir haben eine total motivierte und gute Truppe“, erzählt der neugewählte Bereitschaftsleiter Manuel Guglhör. Mit Nachwuchsproblemen wie bei den Penzberger Bergwächtern hat man in Benediktbeuern anscheinend nichts am Hut. Auf 43 Aktive kommen heuer zwölf Anwärter. Es herrscht laut Pressesprecher Tobias Döring „großes Interesse“ bei der Jugend in der Umgebung.

„Beschränkte Räumlichkeiten“ bei der Bergwacht

Dafür müssen sich die Benediktbeurer Bergwächter aber mit anderen Problemen herumschlagen: „Beschränkte Räumlichkeiten“ in Kombination mit einer „gestiegenen Erwartungshaltung“ machen laut Guglhör einen Anbau an der Bergwache unausweichlich.

Erweiterung mit Ausbildungswand: Bei der Bergrettungswache Benediktbeuern soll zeitnah umgebaut werden (Grafik). Anklicken für Vollbild!

Nur die Hälfte der Fahrzeuge hat Schutz vor Witterung

Von den vier Einsatzfahrzeugen der Bergwacht sind nur zwei im Winter untergestellt. Das Einsatzleiterfahrzeug und der Einsatzbus müssen bei schlechten Witterungsbedingungen im Freien be- und entladen werden sowie bei heftigem Schneefall auch Erstmal in einen einsatzbereiten Zustand versetzt werden. „Man muss heute schnell vor Ort sein – da hat sich die Erwartungshaltung schon verändert“, betont Guglhör in diesem Kontext. Um wenigstens den Jeep unterzustellen, opfern die Bergwächter derzeit ihre Büroräume

Auch die Auszubildenden können nicht witterungsgeschützt üben. Daher plant man im Anbau der Benediktbeurer mit Indoor-Kletterwänden, einer Fahrzeughalle, einem Rettungsgerätelager und einer einer eigenen Werkstatt. „Witterungsgeschützt üben, ausbilden und sich auf die Einsätze vorzubereiten, wäre sehr wichtig für uns“, bekräftigt Bereitschaftsleiter Guglhör.

349.000 Euro fehlen noch

1993 stellte die Gemeinde das Bestandsgebäude, das man sich mit dem Musikverein teilt, der Bergwacht zur Verfügung. Damals wurden laut Pressesprecher Döring „6000 Stunden Eigenarbeit“ in Umbauarbeiten investiert. Um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, fehlen den Benediktbeurern noch 349.000 Euro. Die Bergwächter hoffen hierbei auf finanzielle Unterstützung.

Spenden und Förderantrag

Infos zu Spenden für den Umbau und die Erweiterung der Bergwacht gibt es auf der Webseite der Bergwächter.

„Wenn es die Corona-Lage zulässt, wollen wir auch von Haustür zu Haustür gehen“, so Guglhör über das Spendensammeln vor Ort.

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