Betreten verboten

Nach Brand im Breitfilz: Teile der Kleingartenanlage sollen gesperrt werden

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Die ganze Hütte im Breitfilz wurde ein Raub der Flammen. Kommt es deshalb nun zu einem Betretungsverbot in Teilen der Kleingartenanlage?

Penzberg – Der Brand einer Hütte im Breitfilz in der vergangenen Woche hat eine Diskussion wieder angefacht, die schon einmal für hohe Wellen gesorgt hat: Wie geht es weiter mit der Schrebergartenanlage? 

Nachdem das Weilheimer Landratsamt vor mehr als einem Jahr mit dem Hinweis auf die hohe Brandgefahr in der Anlage bereits ein Nutzungsverbot erlassen hatte, droht nun womöglich sogar ein Betretungsverbot für bestimmte Bereiche des weitläufigen Areals. 

„Es ist ein Elend“, klagt Bürgermeisterin Elke Zehetner. In der Tat: Nach dem Brand der Hütte, deren Pächter dabei unverletzt blieb, sieht man sich im Rathaus zum Handeln gezwungen. „Wir können nicht tatenlos zusehen, bis wieder ein Feuer ausbricht und dann jemand zu Schaden kommt“, sagt Zehetner. Die auch vom Landratsamt geforderte Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Kleingartenanlage hat der Stadtrat für dieses Jahr jedenfalls abgelehnt: rund eine Million Euro für entsprechende breite Flucht- und Rettungswege waren den Kommunalpolitikern schlichtweg zu viel. Und das bedeutet, dass der Status quo mit dem de facto erlassenen, aber nicht kontrollierten Nutzungsverbot bestehen bleibt. Elke Zehetner spricht hier von einem „rechtsfreien Raum“, den man nach dem Hüttenbrand nicht mehr dulden könne. Deshalb werde nun im Rathaus zusammen mit der Feuerwehr geprüft, welche Parzellen im Breitfilz die Einsatzkräfte notfalls schnell erreichen können und in welchen Abschnitten dies länger als die sogenannte Hilfsfrist von zehn Minuten dauert. „Für die Bereiche, in welche die Feuerwehr nicht rechtzeitig hinkommt, kann dies zu einem Betretungsverbot führen“, sagt Zehetner. 

Christian Abt, der Kommandant der Penzberger Feuerwehr, setzt derweil große Hoffnungen auf ein Kleinlöschfahrzeug, das demnächst gekauft wird und das etwa im Breitfilz bei einem Brand viel schneller als bisher eine Schlauchleitung aufbauen kann. Bei der Frage, ob ein Betretungsverbot erforderlich sei, übt sich Abt aber in Zurückhaltung: „Das müssen Fachplaner bewerten, das ist nicht die Aufgabe eines ehrenamtlichen Kommandanten.“ 

Bürgermeisterin Zehetner will das Thema nach den Osterferien auf jeden Fall im Stadtrat diskutieren, bis dahin erhofft sie sich auch Erkenntnisse, ob ein Betretungsverbot erlassen werden muss. Eines steht für sie aber fest: „Wir müssen in diesem rechtlich ungesicherten Bereich für Sicherheit sorgen. la

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